FRAUENHANDBALL: TuS 97 schlägt Senne 23:22 / Schröttinghausen verliert Kellerduell mit 23:29 / TuS 97 II weiter ungeschlagen
Bielefeld. Schröttinghausen/Babenhausen verlor gegen den Zehnten Verl und steht nun vor dem Abstieg in die Bezirksliga.
Verbandsliga: HT SF Senne - TuS 97 22:23 (11:11). Beide Mannschaften spannten ihre Fans auf die Folter. Zum einen war der Spielverlauf wie schon im Hinspiel (17:16 für den TuS 97) wechselhaft und eng, zum anderen leisteten sich beide Seiten eklatante Mängel. "Ich wusste nicht, dass man mit so vielen technischen Fehlern gewinnen kann", meinte Sebastian Cuhlmann. Der Jöllenbecker Coach hatte unter der Woche seine Weisheitszähne herausbekommen und sollte sich ruhig an der Seitenlinie verhalten. "Das hat nicht geklappt. Mit der Folge, dass ich heute zum Zahnarzt musste", meinte Cuhlmann am Sonntag. Aufgeregt hatte er sich über das Umschalten seiner Mannschaft. "Senne hat uns einige Male mit Gegenstößen überrumpelt. Im Positionsspiel hatten wir sie hingegen im Griff." Die einzige Spielerin, die den Eindruck machte, dass sie immer die richtige Entscheidung treffen könnte, war Christiane Meyer. Unter anderem traf sie in der hektischen Schlussphase. "Sie wird immer wichtiger für uns", lobte Cuhlmann, der auch kommende Saison den TuS 97 trainiert. "Ich werde auch im Trainerteam der A-Jugend bleiben", so der Coach.
Ganz am Ende vertändelte der TuS 97 trotzdem den Ball, was Senne seinerseits zu einem letzten Ballverlust nutzte. "Wir waren zu dusselig und haben Chance um Chance verbaselt", befand Sennes Stephan Quilling. Er ärgerte sich darüber, "dass wir mit einem Sieg den Klassenerhalt fast schon sicher gehabt hätten". Senne: Pietsch (4/2), Röthemeyer Lochmüller (je 2), M. (3) u. R. (5) Rußkamp Michelswirth (3), Ebbing, Kloss, Trott (je 1). TuS 97: Kopschek (9/4), Meyer (5), Kressmann (3), Holz (2), Borutta, M. Hüttemann, Wassmann, Kehde.
Landesliga: HSG Schrött./Babenhausen - TV Verl II 23:29 (9:16). Offenbar liegt Verl der HSG nicht. Schon im Hinspiel gab es ein 12:23. Diesmal brach der Vorletzte nach dem 7:6 völlig ein. "Da fehlte alles, was vorher da war", sagte Trainer Jürgen Bensiek. Sein Team hat nun zwei Punkte und den direkten Vergleich Rückstand auf Verl. HSG: Dörr (11), Meiners, Schwede, Himstedt (je 3), Exner (2), Wahlbrink.
Bezirksliga: Steinhagen III - TuS 97 II 26:33 (13:16). Ausnahmsweise musste Trainerin Britta Kleine vermelden, dass ihr Kader dünn besetzt gewesen sei. Nach verschlafenem Start mit Rückständen von 1:4 und 2:6 wachte der TuS 97 langsam auf. "Eigentlich hat das Spiel für uns erst beim 8:8 begonnen", sagte Kleine. Nach dem "gruseligen Start" setzte sich der TuS aber immer häufiger über Gegenstöße ab. In der Pause legte der ungeschlagene Tabellenführer dann endgültig den Vorwärtsgang ein. Nur beim 17:19 war es nochmal eng. TuS: Grintz (10), Materna-Spreen (6), Jost (5/5), Milse (4), Steinsiek, Wickemeyer (je 3), Busch (2).
Harsewinkel II - TuRa 20:17 (9:7). "Eigentlich", fasste TuRa-Coach Thorsten Gruhnwald zusammen, "haben wir nur 20 bis 25 Minuten vernünftigen Handball gespielt." Die schlechte Chancenauswertung sei das Hauptproblem gewesen. Außerdem kamen die Bielefelder mit der Kreisläuferin der TSG nicht zurecht. TuRa: Kühl (4), Brüntrup (3), K. Biermann (2/1), Bremer, Bertram (je (2/2), Kurt, Henke, Deittert, Mönikes (je 1).
HSG Rietberg/Mastholte - EGB Bielefeld 26:20 (14:9). "Wir haben nicht daran geglaubt, dass wir hier gewinnen können", sagte die verletzte Tanja Kraft. Resultat war das 0:5 nach vier Minuten. EGB verkürzte zwar auf 6:8 und nach einem 9:16 auf 16:18, mehr war aber nicht drin. EGB: Kranzmann (4), Dohmen (4/2), Bernett, Dreischalück, Krüger (je 3), Gossmann (2), Ordelheide (1).
Cappel/Großenm./E. - TSG Altenh.-Heepen 21:37 (12:22). TSG-Trainerin Michaela Viererbe gab allen Spielerinnen Anteile und erklärte: "Wenn wir nicht so viel gewechselt hätten, hätten wir auch 45:15 gewinnen können." Tore fielen laut Viererbe "fast im Sekundentakt". Die TSG (Platz zwei) scheint gerüstet für das Spitzenspiel gegen Porta Westfalica in zwei Wochen. Viererbe: "Ich habe ein gutes Gefühl." TSG: Germer (10), Krämer, Kestennus (je 7), Hansen (4), Viererbe (3), Knoche (2), Niemeyer, Milbrett, Heidemann, D. Friedrichs (je 1).