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26.03.2012
Rückschlag im Abstiegskampf
3. HANDBALL-LIGA: TSG Altenhagen-Heepen leistet sich eine unnötige 29:31-Schlappe in Rheinhausen
VON HANS-JOACHIM KASPERS

Abgeblitzt | FOTO: JENS SENFTNER

Bielefeld. Für die TSG Altenhagen-Heepen wird es im Abstiegskampf der 3. Handball-Liga West wieder extrem eng. Durch die 29:31 (11:13)-Niederlage im Kellerduell beim OSC Rheinhausen beträgt der Vorsprung auf den am Wochenende siegreichen VfL Eintracht Hagen, den mutmaßlichen Hauptkonkurrenten im Kampf gegen den dritten Abstiegsplatz, nur noch zwei Punkte. Und ihre sonntäglichen Bezwinger aus Duisburg sind der TSG sechs Spieltage vor dem Saisonende wieder auf drei Zähler enteilt.

Nach zuletzt 7:1 Punkten und drei Auswärtsspielen ohne Niederlage schienen die Bielefelder auch die Sporthalle an der Krefelder Straße im Sturm nehmen zu wollen. Zwar lagen sie zunächst mit 2:3 im Hintertreffen, doch mit vier Toren in Folge war bis zur zwölften Minute eine komfortable 6:3-Führung heraus geworfen. "In dieser Phase haben wir alles richtig gemacht: Wir haben sehr mannschaftsdienlich gespielt, den Ball lange laufen lassen und geduldig auf unsere Chance gewartet", lobte Trainer Pierre Limberg seine Mannen. "Das sah wirklich so aus, als könnten wir Rheinhausen dominieren", meinte auch TSG-Kapitän Tobias Fröbel.


Doch von einer auf die andere Sekunde ging den Gästen ihr Erfolgsrezept verloren. Auf einmal wurde im Angriff viel zu überhastet agiert, suchte der eine oder andere Spieler viel zu früh den Abschluss. "Damit haben wir die Rheinhausener praktisch zu ihren Toren eingeladen", sagte Fröbel, der von "gefühlt zehn bis zwölf Gegenstößen" sprach, die die Gastgeber dank der TSG-Fehler laufen durften. So war die schöne Führung ganz schnell wieder weg, und ab dem 9:7 rannte die TSG in der ersten Halbzeit immer einem Rückstand hinterher, der auch zur Pause Bestand hatte (11:13).

Doch noch war nicht aller Tage Abend, denn nach der Pause gelang es den Gästen schnell, zum Ausgleich zu kommen. Über 15:15, 18:18 und 21:21 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, die Partie stand jetzt auf des Messers Schneide. "Wir haben uns immer wieder herangekämpft, doch im entscheidenden Moment passierten dann wieder völlig überflüssige Fehler, die Rheinhausen wieder in Vorteil brachten", ärgerte sich Limberg. Als die Gastgeber auf 27:22 weggezogen waren, schien das Fell des Bären verteilt, doch die TSG gab sich immer noch nicht geschlagen: Durch drei Treffer in Folge von Richter, Ortjohann und Öttking war beim 29:28 (55.) noch einmal der Anschluss hergestellt, doch mit Glück und Geschick brachten die Rheinhausener ihre Führung über die Zeit.

"Das war spielerisch sicherlich ein Rückschlag", erklärte Pierre Limberg, der noch einmal gebetsmühlenartig wiederholte, "dass wir nur über unser mannschaftliches Kollektiv erfolgreich sein können: Es geht nicht, dass jemand seine eigene Show abziehen will." Tobias Fröbel ärgerte sich vor allem deshalb über die Niederlage, weil Rheinhausen nicht wirklich stärker gewesen sei: "Dass wir, obwohl wir schlecht gespielt haben, nur mit zwei Toren verloren haben, zeigt doch, was hier heute möglich gewesen wäre." So ist weiter für reichlich Spannung gesorgt.



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