Bünde. Wenige Tage nach der kurzfristigen Spielabsage der U-23-Fußballmannschaft des DSC Arminia Bielefeld beim 100-jährigen Jubiläum des TuS Hunnebrock (die NW berichtete) hat sich der Vorstand des Profiklubs der Sache angenommen, das Fehlverhalten freimütig eingestanden und sich bei den Hunnebrockern dafür ausdrücklich entschuldigt. Dazu hat DSC-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier den TuS-Vorstand um den Vorsitzenden Ulf Dreier schriftlich kontaktiert (siehe angefügten Text).
Auch Arminias Pressesprecher Marcus Uhlig wollte den Sachverhalt in keiner Weise beschönigen und sprach von einer "in der Tat peinlichen Spielabsage". Als Wiedergutmachung stellten die Bielefelder nicht nur die nachträgliche Austragung des Freundschaftsspiels in Aussicht, sondern sie luden die Hunnebrocker Mannschaft und Vereinsvertreter auch zum Besuch des ersten Heimspiels in der kommenden Zweitliga-Saison ein.
Für Ulf Dreier haben die Arminen damit einen respektablen Weg beschritten. "Natürlich müssen wir die Sache zunächst noch einmal im Vorstand besprechen, aber ich werde sicherlich darauf hinwirken, dass wir die Entschuldigung annehmen. Fehler macht schließlich jeder mal, und wenn man sie dann einsieht, sollte man auf der anderen Seite nicht nachkarten, sondern wieder zu einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis zurückkehren. Auch die Bielefelder wissen sicherlich, dass sie von den kleinen Vereinen in der Umgebung profitieren. Schließlich liegt hier auch ihr Fanpotential. Am Samstag waren zahlreiche Kinder und Jugendliche im Arminia-Trikot am Platz, die dann unverrichteter Dinge wieder gegangen sind."
Nach der Entschuldigung aus Bielefeld ist der Ärger bei Dreier auch weitgehend verflogen und der großen Zufriedenheit über ein äußerst gelungenes Jubiläumsfest gewichen. "Wir haben von etlichen Seiten sehr viel Lob gekriegt, dass ich so auch nur an unser engagiertes Team weitergeben kann, ohne das eine solche Aktion gar nicht machbar ist. Ich denke, wir alle können stolz darauf sein, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben und dass es insgesamt so gut gelaufen ist."







