FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: FC RW Kirchlengern möchte in der kommenden Spielzeit erneut gut abschneiden
Kirchlengern. Das zweite Jahr in einer Spielklasse ist bekanntlich oft das schwerste. Ob diese alte Weisheit auf den Fußball-Bezirksligisten FC RW Kirchlengern zutrifft, bleibt abzuwarten. Der neue Trainer Michael Bühlmann schaut jedenfalls recht optimistisch auf die neue Spielzeit.
"Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich nicht mit Platz zehn zufrieden gebe. Doch wir müssen erst einmal abwarten, wie wir in die Saison starten und wie vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit sein wird", sagte Bühlmann. Sieben Neuzugänge stehen in diesem Jahr sieben Abgängen gegenüber. Besonders der Verlust zweier Stammkräfte schmerzt den neuen Trainer besonders. "Mit Benjamin Mey, der zum Klassenrivalen SV Rödinghausen wechselt, sowie Nico Mallachewitz, der kürzer treten will und in unsere eigene Reserve geht, haben wir wichtige Spieler der letzten Saison verloren. Wie schmerzlich diese beiden Verluste letztlich seien werden, lässt sich noch nicht sagen", erklärte der neue Coach und fügte hinzu: "Ich denke aber, dass wir mit unseren Neuzugängen den Kader gut besetzt haben und wir in der Breite weiter gut besetzt sind."
Neben Mey und Mallachewitz verließen Juri Klan, Timo Mattiszik (beide zur Spvg. Hiddenhausen), Marco Neugebauer (eigene Reserve), Jörn Henschen (Pause wegen Studiums) und Dennis Heuer (zum FC Lübbecke) die Bezirksliga-Kicker aus der Elsegmeinde. Freuen können sich die Rot-Weißen auf junge talentierte Spieler, denn nur Ferrah Colak (25 Jahre, vom TSV Schötmar) ist älter als 22 Jahre. Mit Marcel Trampe (22, VfL Mennighüffen), Ertan Colak (21, TSV Schötmar), Christian Garbisch (20, FC Bad Oeynhausen II), Gianfranco Vodola (19, A-Jugend RW Rehme), Rassan Nahmet (21, FC Bad Oeynhausen II) und Sebastian Radi (21, eigene Reserve) wird deutlich, dass RWK in der kommenden Saison eindeutig auch auf die Jugend setzt.
Die Zielsetzung in der zweiten überkreislichen Spielzeit ist für den Trainer klar: "Wenn wir es schaffen, den zuletzt erreichten sechsten Rang zu wiederholen, wäre das mit so einer jungen Mannschaft ein Erfolg", so Bühlmann. Vor zu großer Euphorie warnen der Trainer und der 1. Vorsitzende Jörg Große-Wortmann. "Wir erwarten dieses Jahr erneut eine sehr ausgeglichene Liga. Jeder kann jeden schlagen. Es wird sicher spannend werden. Besonders nach dem guten ersten Jahr in der Bezirksliga muss das Team beweisen, so welchen Leistungen es in der Lage ist. Doch wir vom Vorstand sehen dem positiv entgegen. Die Hauptsache ist, dass sich im Kader ein echter Teamgeist formt und er zusammen hält. Dann haben wir keine Bedenken", so Große-Wortmann.
Einen klaren Favoriten sehen die RWK-Verantwortlichen in dieser Saison nicht. "Dafür ist die Liga wahrscheinlich zu ausgeglichen. Wir lassen jedenfalls erst einmal alles auf uns zukommen", sind sich Große-Wortmann und Bühlmann einig.