Hüllhorst. Christian Meyer ist ein wenig hin-und hergerissen. Auf der einen Seite freut sich der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Tengern II über das geringe Durchschnittsalter seiner Mannschaft, auf der anderen Seite vermisst er ein wenig die Erfahrung derjenigen, die aufgehört haben.
Denn mit Torhüter Michael Göbel (TuS Gehlenbeck) sowie Kapitän Sascha Nuhanovic (geht in die 3. Mannschaft) verließen zwei eminent wichtige Führungsspieler das Team, außerdem gingen Marcus Wessel (Preußen Espelkamp) und Robert Dorn (TuS Lohe). Ausschließlich junge Talente sollen das auffangen: Jannik Korte, Alexander Borchard, Lars Binner und Yannik Brockmeier kommen aus dem eigenen Nachwuchs; Salem Memic, Lucas Maschmeier und Jonas Lindenblatt spielten zuletzt für die A-Jugend Preußen Espelkamps in der Westfalenliga. Und Christian Küffmeier war in der vergangenen Serie in der 3. Mannschaft des TuS Tengern aktiv.
Christian Meyer hält sehr viel von den Neuzugängen, wenngleich Salem Memic am Knie operiert und danach einige Wochen ausfallen wird. "Fußballerisch haben wir uns verbessert, ich traue allen den Sprung in die Mannschaft zu", zeigt sich der Trainer zuversichtlich. Außerdem kann er mit Mirko Nuhanovic nun wieder auf einen Spieler zurückgreifen, der fast die gesamte vergangene Saison wegen eines Kreuzbandrisses ausfiel. "Mirko ist wie ein weiterer Neuzugang, mit seiner Schnelligkeit kann er wieder enorm wertvoll für uns werden", so Meyer. Tobias Behring ist inzwischen mit seinen 29 Jahren der älteste Spieler der Mannschaft.
"Natürlich wünscht sich jeder Trainer einen gelungenen Saisonstart. Das wäre für die vielen jungen Leute auch wichtig", weiß Meyer, für den das erneute Erreichen eines einstelligen Platzes ein Traum wäre. "Wichtig wird in den kommenden Wochen vor allem sein, die vielen neuen Spieler an das Bezirksliga-Niveau heranzuführen. Außerdem müssen wir den Verlust an Erfahrung im Kollektiv ausgleichen und wenn es geht in einigen Begegnungen dominanter auftreten", zählt Meyer seine Wunschliste auf.
Wie schon in den vergangenen Jahren arbeitet er eng mit Jörn Paulsen, dem Trainer der Erstvertretung, zusammen, denn es werden bestimmt einige Akteure noch von oben nach unten kommen. "Aber die Grenzen zwischen 1. und 2. Mannschaft sind fließend. Für mich ist es immer ein schönes Gefühl, wenn jemand den Sprung in die 1. Mannschaft schafft, der vorher in der Reserve aktiv war",so Meyer.
Um bis zum Saisonbeginn richtig gut in Form zu kommen, sind einige Testspiele vorgesehen. Und zwar gegen den SV Schnathorst, VfL Mennighüffen, den FC Bad Oeynhausen und die A-Jugend Preußen Espelkamps. "Dann wird man sehen, wie weit die jungen Leute sind", sagt Christian Meyer, der in sein siebtes Trainerjahr beim TuS Tengern II geht. Der absolute Top-Favorit auf den Meistertitel ist für ihn übrigens Aufsteiger SV Rödinghausen.