Kirchlengern. Für den BV 21 Stift Quernheim gibt es zum Saisonstart in der Fußball-Kreisliga A nur einen Weg. Nach den durchwachsenen Auftritten der Rückrunde und dem siebten Platz im Gesamt-Tableau setzt das Team um Trainer Michael Albrecht auf Wiedergutmachung und die Integration junger Spieler.
Dementsprechend eindeutig fällt auch die Zielsetzung für die kommende Spielzeit aus. "Wir wollen eine bessere Platzierung erreichen als im vergangenen Jahr und an den schönen Fußball der Hinrunde anknüpfen", gibt Albrecht die Marschroute für seinen 24-köpfigen Kader vor. Der vor der abgelaufenen Spielzeit angepeilte Aufstieg in die Bezirksliga ist für den Coach in seiner zweiten Saison allerdings kein Thema, auch wenn Fußballobmann Ingo Scheiding auf einen entsprechenden Erfolg nicht verzichten würde. "Wichtiger ist aber, den Zuschauern wieder attraktiven Fußball bieten zu können", so Scheiding.
Mit einer großen und durchschnittlich überaus jungen Mannschaft soll dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden. Zwar haben mit Rene Budde, Robin Rentz und Renée Terbeck gleich drei Leistungsträger das Quernheimer Friedenstal in der Sommerpause verlassen. Albrecht und Scheiding sind aber überzeugt, adäquaten Ersatz gefunden zu haben: "Vielleicht sind wir sogar besser aufgestellt als in der letzten Saison. Schlechter sind wir jedenfalls nicht". Und das, obwohl von den Stammspielern des neuen Kaders nur zwei Akteure älter sind als 23 Jahre.
Dazu gehört auch Mittelfeldspieler Caner Yakmaz, der nach nur einem halben Jahr vom Bezirksligisten TSV Schötmar zurückkehrt. Darüber hinaus konnten mit Nico Fiedler (21 Jahre), Lars Wißmann (19) und Sebastian Kropp (22) drei Spieler verpflichtet werden, die bereits für die JSG gekickt haben. Direkt aus der A-Jugend stoßen Benjamin Sander, Okay Aydin und André Pliskat zum Kader, lediglich die Neuzugänge Daniel Kreimer (21) und Georg Wachowski (22) sind komplett neue Gesichter im Friedenstal.
Die größte Herausforderung dürfte nun sein, die fehlende Erfahrung der jüngeren Spieler auszugleichen. Michael Albrecht gibt sich aber optimistisch, dass dieses Vorhaben gelingt. "Jetzt sind eben die 23-Jährigen gefragt, Verantwortung zu übernehmen", fordert der Trainer. Der Ehrgeiz sei seinen Spielern auf jeden Fall deutlich anzumerken, ebenso wie die gute Stimmung im Training. Und auch spielerisch und technisch sieht Albrecht sein Team auf einem hohen Niveau.
Zu den Favoriten auf den Meistertitel zählt der Coach den Liga-Neuling aus Rödinghausen und den bereits im vergangenen Jahr sehr starken FC Muckum. "Insgesamt werden acht bis zehn Teams um die Plätze im oberen Drittel kämpfen", prophezeit Albrecht, räumt seiner eigenen Mannschaft dabei aber durchaus gute Chancen ein: "Die Vorbereitung stimmt optimistisch, bislang bin ich sehr zufrieden".