Der TuS Hunnebrock stellt beim Jugendsportfest neue Konzeption im Nachwuchsbereich vor
Bünde (NW). Eine ganze Woche lang war viel los am Sportplatz des TuS Hunnebrock. Mit Turnieren aller Altersklassen warb der Verein für den Fußballsport im Nachwuchsbereich. Die beiden Höhepunkte des Jugendsportfestes waren die Freundschaftsspiele der A-Junioren gegen die in der Bundesliga spielenden U-17-Teams des DSC Arminia Bielefeld und des VfL Osnabrück.
Gegen beide Mannschaften setzte es für die TuS-Kicker herbe Niederlagen. Gegen Bielefeld verlor der TuS mit 1:9 (1:4) und gegen die Niedersachen mussten Spieler und Trainer der Gelb-Schwarzen eine 0:14 (0:7)-Niederlage hinnehmen. "Natürlich sind diese Teams kein Maßstab für uns. Ich bin froh, dass meine Jungs sich in beiden Spielen nach anfänglich hohem Respekt, zum Ende hin immer mehr reingehängt haben", resümiert Trainer Marco Knigge. Den einzigen Treffer in beiden Partien für den TuS markierte René Stakelbeck. Trotz der hohen Niederlagen freute sich das ganze Team über einen Tor gegen einen Bundesligisten.
Besonders im A-Juniorenbereich hat sich in Hunnebrock in der Sommerpause viel getan. 14 externe Neuzugänge konnten Trainer Knigge und Jugendobmann Thorsten Scholz für die neue Spielzeit gewinnen. Der TuS Hunnebrock soll, mit einem neuen Jugendkonzept in der Zukunft für Jugendspieler immer attraktiver werden.
Künftig soll es ein Perspektivteam geben, bestehend aus einem Großteil der 1. Senioren, mit einigen Spieler der Reserve und Altspielern der A-Jugend. Diese Mannschaft wird alle paar Wochen ein Freundschaftsspiel gegen Teams aus dem Seniorenbereich bestreiten. "Mit diesem Team soll den Jugendspielern der Sprung in den Seniorenbereich leichter fallen", so Jugendobmann Scholz.
Doch nicht nur die A-Junioren sollen gefördert werden. Ähnlich große Veränderungen soll es in allen Altersklassen geben, sodass sich "die allgemeine Jugendstärke verbessert", so Scholz. Doch große Taten benötigen meist großen Aufwand und auch Geld. Einen großen Hauptsponsor lehnen die Verantwortlichen beim TuS jedoch ab. "Wir arbeiten mit vielen kleinen Sponsoren. Falls einer von denen wegfällt, können wir das leichter verkraften", so TuS-Geschäftsführer Stefan Schwaberow "Vor allem möchten wir aber auch nicht in eine Abhängigkeit geraten." Sponsorengelder für die Jugendabteilung werden jedoch weiterhin für die allgemeinde Ausstattung genutzt. "Wir werden keinen Jugendlichen für das Fußball spielen bezahlen", ist die eindeutige Meinung von Scholz.
Allein vom Zuschauerzuspruch ist die Jugendsportwerbewoche rückblickend nicht so verlaufen wie es sich die Hunnebrocker Verantwortlichen gewünscht hätten. Scholz: "Aufgrund des oft schlechten Wetters sind viele Leute verständlicherweise lieber zu Hause geblieben", erklärt Jugendobmann Scholz. Dennoch sind alle Beteiligten guter Dinge, dass der Weg des TuS Hunnebrock in die richtige Richtung geht.