Bünde (NW). Beim Kurzbahn-Cup in Remscheid der vom Behindertensportverband Nordrhein-Westfalen veranstaltet wurde, startete auch die Turngemeinde Ennigloh mit 23 Aktiven. An diesem integrativen Wettkampf, den die SG Remscheid ausrichtete, nehmen Schwimmerinnen und Schwimmer mit und ohne Behinderung teil. Insgesamt meldeten 28 Vereine mit 224 Startern für diesen Vergleich.
Die Ennigloher Bilanz war eindrucksvoll. Es wurden 54 neue Bestzeiten aufgestellt und sechs Vereinsrekorde erzielt. Über allem stand allerdings die Leistung von Maike Naomi Schnittger, die über 200 und 800 Meter Freistil Weltrekorde in ihrer Startklasse erschwamm. Die neuen Bestzeiten lauten 2:17,68 und 10:08,10 Minuten. Das diese Rekorde zugleich den jeweiligen ersten Platz bei der Veranstaltung bedeuteten, ist fast als Randnotiz zu bezeichnen. Außerdem holte die stark sehbehinderte Schwimmerin der TG Ennigloh noch Gold über 25 und 50 Meter Schmetterling sowie über 100 Meter Freistil.
Ebenfalls fünfmal auf dem Treppchen ganz oben landete Kim Diestelhorst im Jahrgang 1997. Sie siegte über 50 und 200 Meter Freistil, 100 und 200 Meter Brust sowie 200 Meter Lagen, wo sie auch einen neuen Vereinsrekord aufstellte. Die alte Marke wurde um fünf Sekunden unterboten.
Vier Gold- und zwei Silbermedaillen erkämpfte sich Maya Kaori Schnittger. Sie verwies ihre Kontrahentinnen auf Platz zwei über 25 Meter Freistil und Rücken, 50 und 100 Meter Rücken. Für den zweiten Rang reichte es für Maya Kaori Schnittger noch auf den 100 Meter Freistil sowie 200 Meter Lagen.
Finn Diestelhorst erreichte fast die gleiche Medaillenausbeute. Er holte schlussendlich nur eine Silbermedaille weniger. Viermal stieg auch er auf dem Siegertreppchen nach ganz oben. Besonders erwähnenswert ist seine neue persönliche Bestzeit über 200 Meter Lagen. Dort verbesserte er sich um ganze 18 Sekunden.
Jan Kaltschmidt gewann ebenfalls viermal Gold auf den Disziplinen 50 und 100 Meter Freistil, 100 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen. Außerdem gelang ihm noch ein guter dritter Platz über 200 Meter Freistil.
Tabea Fricke zeigte gleichermaßen hervorragende Leistungen. Sie gewann eindrucksvoll die 50, 100 und 200 Meter Brust. Außerdem konnte sie noch eine Silber- und eine Bronzemedaille einfahren.
Merle Diestelhorst steuerte im Jahrgang 1999 zur Gesamtbilanz vier Medaillen dazu. Sie errang die ersten Plätze über 50 Meter Freistil, 100 Meter Schmetterling und auf der Langstrecke über 1.500 Meter Freistil. Hier schlug sie bei 23:21,30 Minuten an. Außerdem gab es noch einen dritten Platz auf den 200 Meter Lagen.
Julia Kaltschmidt siegte im Jahrgang 1993 über 100 Meter Schmetterling in 1:12,99 Minuten und über 200 Meter Lagen 2:44,45 Minuten. Dies war in beiden Fällen neue Saisonbestzeit. Außerdem erkämpfte sie sich noch eine Bronzemedaille auf den 200 Metern Freistil. Eine ausgeglichen Bilanz wies Katharina Clöer auf. Sie gewann einmal Gold, einmal Silber und sogar zweimal Bronze in ihrer Altersklasse.
Der jüngste Teilnehmer seitens der Turngemeinde war Peer Niklas Steinhard. Auch er hinterließ einen starken Eindruck, indem er einmal Gold und einmal Bronze gewann. Auch Tristan Stecker blickte auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Er sicherte sich je zweimal Silber und Bronze. Bei seinen insgesamt fünf Starts konnte er zudem dreimal seine bisherigen Bestleistungen verbessern.
Beachtliche Fähigkeiten bewies auf dem BSNW-Cup auch Julia-Janine Beckmann, die neben ihrem zweiten Rang ebenfalls noch zweimal Bronze gewinnen konnte und auf all ihren fünf Strecken mit neuen Bestwerten auf sich aufmerksam machte. Über 50 und 100 Meter Freistil sowie 200 Meter Lagen schwamm sie neue persönliche Bestzeiten. Auf den 200er-Strecken Brust und Freistil hieß es jeweils Saisonbestleistung.
Lisa Steinbrück erreichte einen zweiten (50 Meter Freistil) und einen dritten Rang (100 Meter Brust). Michelle Sieks und Josephine Kelle konnten jeweils zwei dritte Plätze erringen. Michelle Sieks sicherte sich zwei Bronzemedaillen über 50 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling in jeweils neuer Bestzeit. Mit einem dritten Platz trat Mandy Sieks die Heimreise an. Weitere Saisonbestleistungen erzielten Luise Kagerer, Merle Meyer, Stefanie Clöer und Tanja Wester.
Schier unglaubliches ereignete sich über die 1.500 Meter Freistil der Damen. Der Vereinsrekord wurde auf der gesamten Veranstaltung gleich von vier TGE-Teilnehmerinnen unterboten. Offiziell inne hat ihn nun Annika Gitzel mit der Zeit von 20:28,77 Minuten. Vorher hießen die Rekordjäger in der Reihenfolge: Jasmin Lückemeier, Merle Dieselhorst und Josephine Kelle.