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27.01.2011
Nobbe hört nach 14 Jahren auf
HANDBALLOBERLIGA: TVL zieht sich zurück
VON ULRICH FINKEMEYER

Spenge. Viele Zeichen stehen seit langem auf Abschied: Andrea Nobbe wird nach 14 Jahren beim Frauenhandball-Oberligisten TV Lenzinghausen zum Saisonende ihr Traineramt niederlegen. Und damit wird es voraussichtlich bald auch keinen Oberliga-Handball mehr beim TVL geben.

"Ich bin in unserer Physiotherapie-Praxis schon lange Zeit sehr eingespannt. Außerdem hat meine Familie viele Jahre nicht viel von mir gehabt", erklärt Nobbe ihre inzwischen offizielle Entscheidung. Die ehemalige ungarische und deutsche Nationalspielerin, Regionalliga- und Oberliga-Spielertrainerin des TV Lenzinghausen, hat sich entschieden, dem Handballsport ade zu sagen.

Nobbe fällt der Abschied relativ leicht, weil es "eine schöne, lange Zeit in Lenzinghausen war, in der wir viel aufgebaut haben". Immerhin führte sie in Zusammenarbeit mit Manager Berthold Vilbrandt die Mannschaft von der Landes- bis in die Regionalliga. Seit zehn Jahren ist der TV Lenzinghausen eine Spitzenmannschaft in der Oberliga und holte im Jahr 2009 sogar die Meisterschaft.

Nobbes Entscheidung aufzuhören, hat für den Lenzinghausener Oberligahandball gravierende Folgen. "Wäre Andrea geblieben, hätte ich noch ein Jahr dran gehängt", sagt Manager Berthold Vilbrandt, der nun aber ebenfalls aufhören wird. "Das waren 21 Jahre Frauenspielwart für den TV Lenzinghausen, davon die letzten 14 zusammen mit Andrea Nobbe. Es war gut und ist nun genug", erklärt er. So wird auch der Mann, der die Mannschaften der vergangenen Jahre zusammenstellte und viele Talente aus der näheren Umgebung nach Lenzinghausen holte, zum Saisonende im Mai diesen Jahres aufhören.

Die Kettenreaktion läuft weiter. Als Folge der Nobbe-Demission wird sich im Mai die Oberligamannschaft des TVL auflösen. Torfrau Franziska Mellies und Außenspielerin Lina Martens gehen zum TuS Nettelstedt, der dann in der Oberliga spielen wird. Anna Lena Skusa konzentriert sich nur noch auf ihr Examen. Merle Waßmann kehrt nach Jöllenbeck zurück.

Bis auf Christin Kuhn und Claudia Wemuth - Ragna Werner weilt noch in Brasilien - hören die restlichen Spielerinnen wie Ivonne Düwel, Judit Görög, Rabea Böke-Schwarze, Sandra Schulz, Tanja Freudenberg, Kirstin Speer und Iris Zarbock mit dem Handballspielen auf. Nina Wickemeyer hatte schon vorher signalisiert, nach ihrer Genesung von einem Hörsturz nicht zurück zu kommen, wie auch die junge Mutter, Torfrau Christina Bischoff. Ohne Integrationsperson Nobbe gibt es in naher Zukunft keinen Oberligahandball mehr in Lenzinghausen.


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