Bünde (HPV). Mit einem dritten und einem vierten Rang im CRI**, der Sichtungsprüfung für die FEI-Europameisterschaften Ende Juli in der Wiener Neustadt, kehrte der Bünder Westernreiter Nico Hörmann aus Bremen in den heimatlichen Stall nach Ostwestfalen zurück. Im Sattel von Dixies Lil Ruf und Carlos Grand Peppy sowie den Wertnoten 140,0 und 139,5 musste sich der 32-Jährige lediglich Rudi Kronsteiner (Österreich/143,0) mit GK Hollywood Showtime und Rieky Young (Niederlande/141,5) mit Brady Chex geschlagen geben.
Mit der Vorstellung seiner Vierbeiner war Nico Hörmann dennoch zufrieden. "Bei Dixi war die Leistung bis auf einen Stopp und bei einem Andrehen zum Spin nach links in Ordnung", resümierte der Trainer. Zudem vertrat er die Meinung, dass es sonst auch "an der Spitze sehr eng geworden wäre." Im Sattel von Carlos Grand Peppy traten beim Stoppen leichte Probleme auf. Dazu sagte der Trainer: "Der Hengst ist ein guter Techniker und stoppt weniger mit Kraft. Für ihn waren die Bodenverhältnisse vielleicht nicht unbedingt ideal."
In der Bronze Trophy Non Pro triumphierte mit einem 144er-Score der Hörmann- Schüler André Zschau. Im Sattel von Jacs War Leo, der im Besitz seiner Cousine Ann Kathrin Wellmann steht, verwies er Brigitte Inndorf (Jesteburg/143,5) mit Uss N Dun It auf den Silberrang. Der aus Italien angereiste Römer Andrea Castrucci (142,0) wurde mit Chic N Roost Dritter. "Es hat sich gelohnt nach Bremen zu fahren", freute sich Zschau über seinen Erfolg. Darüber hinaus verwies der dreifache deutsche Meister der Junioren beziehungsweise Jungen Reiter darauf, dass "im AWD Dome immerhin Teilnehmer aus Großbritannien, Italien und den Niederlanden zu diesem internationalen Leistungsvergleich angetreten waren".
Nicht nach Wunsch lief es zum Abschluss des Reitertages in der Hansestadt für Nico Hörmann. In der Bronze Trophy Open gab es mit Dixies Lil Ruf leichte Unstimmigkeiten vor den abschließenden Stopps und sein Hengst Carlos Grand Peppy verweigerte ihm schlichtweg die Mitarbeit.
Der WM-Teilnehmer meinte dazu: "Natürlich ist es ärgerlich, wenn man seine Prüfung nicht zu Ende reitet. Aber es war erst der Saisonauftakt für Reiter und Pferd. In den Trainingseinheiten werde ich jetzt in aller Ruhe versuchen aufzuarbeiten, warum es zu diesem ,Streik’ von Carlo gekommen ist."