Spenge (wad). Es war der 8. Oktober 2011, als die Akteure des TuS Spenge erstmals in der Oberliga-Saison befreit jubelten. Mit dem 28:14 beim TSV Hahlen landeten sie den ersten überzeugenden Sieg. Seitdem trennten sich in der Tabelle die Wege der beiden Teams. Während der TuS mittlerweile auf dem zweiten Platz angekommen, kommt der TSV als abgeschlagenes Schlusslicht Samstag ab 19.15 Uhr in die Spenger Sporthalle.
"Wir haben es geschafft, ein echtes Abwehr-Bollwerk hinzustellen", erinnert sich Achim Frensing an das Hinspiel, in dem er erstmals als Trainer fungierte. Vor allem gelang es den Spengern, Hahlens Haupttorewerfer Henrik Thielking weitgehend zu neutralisieren. Dass Frensing vor dem Gang gegen den Tabellenletzten warnt ("Wir begegnen jedem Gegner mit Respekt und müssen die Partie gewinnen, wenn wir noch einmal Richtung Tabellenspitze schielen wollen"), hat seinen guten Grund. Mittlerweile hat der als Motivator bekannte Stephan Böker die Hahler Mannschaft als Trainer übernommen. Zwar verlor der TSV beim Spitzenreiter VfL Gladbeck hoch mit 25:36, davor gab es aber mit den Unentschieden bei TuRa Bergkamen (28:28) und gegen HSG Augustdorf-Hövelhof (27:27) zwei sehr achtbare Ergebnisse.
Gegen diese beiden Gegner hatte der TuS Spenge in der Hinserie nur insgesamt einen Zähler geholt. "Diese Resultate zeigen, dass es nicht bloß eine Floskel ist, wenn ich vor Hahlen warne. Zumal der TSV neben Thielking mit Leuten wie den Gebrüdern Pohlmann weitere gute Handballer in seinen Reihen hat", sagt Frensing. Christaki Kolios trifft übrigens am Samstag einige alte Bekannte wieder, gehörte Spenges Spielmacher doch zum A-Jugendteam des TSV Hahlen, das unter der Regie von Stephan Böker einst Deutscher Vizemeister wurde.
Frensing hofft, bis auf Marco Büschenfeld und Simon Grote sein bestes Team aufbieten zu können. "Zwei, drei Spieler haben noch mit Erkältungen zu kämpfen. Ich gehe aber davon aus, dass sie spielen können", sagt der Spenger Trainer.