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23.06.2012
Der Joker braucht nur fünf Minuten
FUSSBALL: SCH in Aufstiegsrunde nun gegen Horn

Herford (wad). Uwe Pallaks hatte den richtigen Riecher. "Wer jetzt das erste Tor schießt, gewinnt das Spiel." Der ehemalige Zweitliga-Torjäger des SC Herford hatte dies gerade gesagt, da verwertete Michael Wöhrmann die Klasse-Vorarbeit von Julien Mädler zum 1:0. Am Ende stand ein 2:0-Erfolg in Erwitte gegen den TuS Stockum, der dem SCH die Tür zur Westfalenliga offen hält.

Ausgerechnet Wöhrmann! Der spielende Co-Trainer der 2. Mannschaft, wegen seiner Ähnlichkeit mit einem ehemaligen Nationalspieler und Bundestrainer nur "Klinsi" gerufen, erzielte in der gerade abgelaufenen A-Liga-Saison 24 Treffer und rutschte wegen der großen personellen Probleme in den Kader für das erste Aufstiegsspiel. Trainer Georg Koch schickte ihn in der 67. Minute für Renato Bauer aufs Feld. "Klinsi" brauchte ganze fünf Minuten bis zu seinem Treffer. Anschließend wurde er von seinen Mitspielern fast erdrückt. "Solch einen Jubel habe ich während der gesamten Saison noch nicht erlebt. Das fand ich klasse. ,Klinsi’ ist ein absolut positiver Typ, der sich richtig darüber freut, dass er in der Aufstiegsrunde dabei ist und genau das überträgt sich auf die Mannschaft", sagt Koch.

So gehört Wöhrmann auch am Sonntag zum Kader, wenn es ab 15 Uhr in Avenwedde im Halbfinale der Aufstiegsrunde gegen RW Horn geht, dem Vierten der Landesliga, Staffel 5. Horn ist ein Stadtteil von Erwitte und so nutzte RW-Trainer Reinhard Bertels mit fast seinem kompletten Team den Heimvorteil, um den kommenden Gegner unter die Lupe zu nehmen. Mit seiner Analyse gegenüber der Lokalzeitung Der Patriot lag Bertels goldrichtig: "Stockum konnte das hohe Tempo nicht mitgehen und Herford gewann hochverdient."

Koch war mit der Leistung seines Teams trotz klarer Vorteile nur bedingt zufrieden. "Da ist bei uns noch viel Luft nach oben. Aber ich finde es gar nicht schlecht, dass unser kommender Gegner nicht alles gesehen hat", sagt er mit einem Lächeln. Personelle Veränderung sind Sonntag möglich, denn neben dem am Donnerstag beruflich verhinderten Stürmer Tolga Evcimen könnte auch Abwehrspieler Fabian Falk, der krank fehlte, wieder mit dabei sein. Koch überlegt, Evcimen von Beginn an zu bringen und dem A-Jugendspieler Jörn Seifert zunächst eine Pause zu gönnen. "Ich will Jörn nicht verheizen, vielleicht kommt er diesmal von der Bank."

Unabhängig von der Spielklasse möchte Koch für die kommende Serie neben einem Innenverteidiger noch einen starken Stürmer verpflichten. Für diese Position war Kai Wiebusch vom SV Rödinghausen vorgesehen, doch dessen Verpflichtung hat sich zunächst zerschlagen. "Wir sollen Ablöse bezahlen und das werden wir nicht tun", sagt Koch. Ablösefrei wäre Ex-Nationalspieler David Odonkor, guter Kumpel von SCH-Akteur Fabio Serrone und Donnerstag Augenzeuge des Herforder Erfolges. "Wenn wir aufsteigen sollten, wäre er mein Wunschspieler", sagt Koch. Ein Scherz, oder?"David würde ich mit Kusshand nehmen", entgegnet Georg Koch. Das wäre doch was, Odonkor und "Klinsi" in einem Verein vereint. Aber das klingt wie ein Sommermärchen . . .



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