Rheda-Wiedenbrück (kra). Auf dem Weg zur Meisterschaft in der NRW-Liga haben es die Fußballer des SC Wiedenbrück heute mit dem Tabellenvorletzten SG Wattenscheid 09 zu tun. Thomas Stratos hat seine Mannschaft auf einen harten Kampf eingestellt: "Denn die Wattenscheider haben sich noch lange nicht aufgegeben." Anpfiff im Jahnstadion ist um 19 Uhr.
"Das wird für uns genauso schwer wie beim späten 2:1-Sieg gegen Duisburg", kündigte der Trainer des Tabellendritten an. Immerhin haben seine Spieler die starke Belastung am Sonntag nicht nur gut weggesteckt. "Wenn du so ein Spiel in der 93. Minute noch gewinnst, dann bist du einfach gut drauf", berichtete Stratos gestern von einem gesunden Optimismus in seinem Kader. Verzichten muss er allerdings auf Andre Schröder. Ob der zuletzt angeschlagen fehlende Steven Degelmann den verletzten Verteidiger ersetzen kann, bezweifelte der SCW-Coach allerdings: "Die Entscheidung fällt nach dem letzten Training."
Ein langes Gespräch führte Stratos mit Temel Hop, den er am Sonntag für Schröder einwechselte, aber nach ein paar Minuten schon wieder vom Platz holte. "Ich hatte gesehen, das ist nicht sein Tag. Warum sollte ich Temel weiter quälen?" Mit ähnlichen Worten erklärte der ehemalige Profi ("Ich bin in der Bundesliga schon mal nach siebzehn Minuten ausgewechselt worden") auch dem Spieler seine Entscheidung und stellte ihm zum Trost in Aussicht: "Vielleicht gehörst du ja gegen Wattenscheid schon wieder zur Startformation."
Große Einsicht verlangt der Wiedenbrücker Coach auch von seinen Jokern Marc Polder und Maxi Oersterhelweg. "Ich habe beide ja auch schon von Anfang an gebracht, da lief es nicht so gut. Aber natürlich ist es unser Ziel, dass sie bald mal anspielen", sagte Stratos. "Aber wenn sie jetzt mit hundert Prozent kommen, wenn der Gegner müde geworden ist, dann bringen sie eine neue Stärke in unsere Mannschaft."
Davon, dass auch die SG Wattenscheid müde gespielt werden muss, ist der SCW-Coach überzeugt. "Die haben schon in der Hinrunde gezeigt, dass sie Fußball spielen können und sich jetzt auch noch mit den Manske-Brüdern verstärkt." Tatsächlich verspricht SGW-Trainer Christoph Jacob, dass seine Elf vor dem Topfavoriten keinen Kniefall machen wird, obwohl sie beim 1:1 gegen Hamm "leider nur weiter auf der Stelle getreten" sei.








