Gütersloh. Das traditionelle Sportfest und die 60-Jahr-Feier des SV Spexard sind gerade erst unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im Ortsteil über die Bühne gegangen, da wollen die Landesliga-Fußballer des Sportvereins schon die nächste Fete aufziehen. Ein Punkt gegen den SV Avenwedde reicht heute und die "Spechte" sind in der Westfalenliga gelandet. Anstoß: 19 Uhr
Das lobenswerte Vorhaben, die Meisterschaft bereits am letzten Sonntag in Brakel klar zu machen, ist den Spexardern mit einem 1:1 nicht ganz gelungen. Bei neun Punkten Vorsprung auf den Rangzweiten RW Maaslingen und einer um satte 15 Treffer besseren Tordifferenz zweifelt in der Landesliga aber niemand mehr am Aufstieg des Spitzenreiters. Das große Ziel nun ausgerechnet gegen den SV Avenwedde erreichen zu können, sorgt natürlich für eine besondere Motivation.
Dass sich die Enttäuschung über das 1:1 in Brakel nicht lange hielt, bestätigte Olaf Sieweke, mit dem Hinweis, dass sein Team am Sonntag "im "Spexarder Krug schon ein wenig vorgefeiert" habe. Einen SMS-Glückwunsch von seinem Avenwedder Kollegen Robert Purkhart zum Titel konnte der SVS-Coach auch schon vorzeigen.
Den will sich der Spexarder Coach aber unbedingt noch persönlich bestätigen lassen. Bis auf Josef Das (Zerrung) und Björn Berenbrinker (Rote Karte in Brakel) kann Sieweke seine beste Formation aufbieten. Dass wegen dieser Ausfälle zwei Plätze in der Anfangself frei werden, stört ihn nicht: "Heute will doch eh jeder dabei sein und alles geben."
Avenweddes Trainer Robert Purkhart freut sich auf einen "wunderschönen Fußball-Abend vor einer großen Kulisse". Für seine Mannschaft, die noch Rang vier erreichen kann, sei dieser Auftritt schließlich auch ein Highlight. "Und das haben sich meine Jungs für ihre starke Saisonleistung auch verdient." Die Gäste dürften deshalb auch nicht davor zurückschrecken, die Rolle des zumindest vorläufigen Spielverderbers zu übernehmen.
"Ich gehe davon aus, dass beide Teams Vollgas geben", sagt Purkhart und überlässt dem SV Spexard gerne die Favoritenrolle. Sein Hinweis, dass gerade die Gastgeber in den bisherigen Gütersloher Derbys oft negative Überraschungen erlebt haben, unterstreicht jedoch die Avenwedder Absicht, nichts zu verschenken. Eine vereinsübergreifende Aufstiegsfeier gibt es auf jeden Fall, schließlich haben genügend Akteure schon beide Trikots getragen.