Trainer Stratos will bis zum Saisonende 18 bis 20 Spieler unter Vertrag haben / Christian Zodrow schlägt Angebot aus und tendiert zum FC Gütersloh
Rheda-Wiedenbrück (wot). Sportlich hat der SC Wiedenbrück seine Prüfungen mit Bestnoten bestanden. Aber reicht es auch in anderer Hinsicht für die Versetzung in die nächsthöhere Klasse? "Ich bin zu hundert Prozent überzeugt, dass es Regionalliga wird."
Thomas Stratos hat keinen Zweifel, dass der Verein die Lizenz erhält und Schritt für Schritt die Auflagen für die Bereiche Stadion und Sicherheit fristgerecht erfüllt. Der Trainer ist längst dabei, mit dem Vorstand die Kaderplanung voranzutreiben. "13, 14, 15 Spieler - so weit sind wir jetzt", verriet Stratos. Offiziell vermeldet wurden bis Donnerstag die Verlängerungen mit fünf Spielern (Strickmann, Hofbüker, Jansen, Rogowski, Degelmann). Gestern kamen Marc Polder, Lukas Krause und Jonathan Mellwig dazu. Einen weiterlaufenden Vertrag hat Soner Dayangan. Neu verpflichtet wurden Thomas Plet (Bielefeld U 19) und Marcel Stiepermann (RW Essen II).
Als bereits feststehende Abgänge vermeldete Stratos Daniel Althoff, Fitim Syla, Marko Ivicevic, Andre Schröder - und überraschend auch Christian Zodrow. "Er hat unser Angebot abgelehnt, weil er ein besseres hat", erklärte der Coach. Der 31-jährige Mittelfeldspieler, der bereits für den SC Verl in der Regionalliga spielte, steht offenbar mit einem weiteren Ex-Verein in Kontakt, dem FC Gütersloh.
Ziel von Stratos ist es, vor dem letzten Spieltag einen Kader von 18 bis 20 Spielern unter Vertrag zu haben. Nächste Woche steht der erste Verhandlungstermin mit Lars Remmert an, ein Zeitpunkt, mit dem der 30-Jährige nicht zufrieden ist: "Ich denke, der Verein spricht mit den wichtigsten Spielern zuerst", konnte sich der mit Regionalliga-Erfahrung aus Verl und Münster ausgestattete Remmert ("Ein kleiner Nadelstich muss erlaubt sein") am Donnerstag eine ironische Bemerkung nicht verkneifen. Stratos reagierte gelassen: "Ich möchte Lars behalten, er bekommt ein Angebot. Die Frage ist, ob er es akzeptiert." Einfacher dürfte das Gespräch mit Frederic Kollmeier laufen. "Der Verein will mich halten, ich will bleiben", sagte der Kapitän. Noch fehlen indes die Unterschriften.
Dass sich der SC Wiedenbrück auf deutlich stärkere Konkurrenz einstellen muss, weiß Stratos. "Das heutige Spiel hat gezeigt, wie kompakt in der Regionalliga gespielt wird", mahnte er nach dem 0:0 gegen Köln. Seine Elf hatte keine Lücke im Abwehrbollwerk gefunden. "Wenn wir in der neuen Liga eine gute Rolle spielen wollen, müssen wir uns etwas geschlossener und konsequenter anstellen", blickt Stratos voraus.