Gütersloh. Trotz hochsommerlicher Temperaturen ist bei den heimischen Leichtathleten nach den gestrigen Vorkämpfen zur Mannschaftsmeisterschaft im LAZ Nord ein gewisses Zittern ausgebrochen. Fast keines der Teams kann sich sicher sein, das angestrebte Finale auf deutscher oder westfälischer Ebene erreicht zu haben. Ganz besonders spannend wird es für die weibliche A-Jugend der LG Kreis Gütersloh.
Mit 10.530 Punkten erreichten die neun von Andreas Schulze betreuten "Mädchen" bei weitem nicht die 10.943 Punkte aus dem Vorjahr. Vielleicht reicht es dennoch zur Teilnahme am nationalen Finale der Top-8 am 18./19. September in Lage, denn in der Jahresbestenliste belegte bisher der USC Mainz den achten Platz mit 10.387 Punkten. Abzuwarten bleibt allerdings, ob am Wochenende noch weitere Vereine in Deutschland einen letzten Qualifikationsversuch unternahmen.
Die LG Kreis Gütersloh ging bei optimalen Witterungsbedingungen gehandicapt in den aus zehn Disziplinen bestehenden Wettkampf. Lena Zelichowski stellte sich zweieinhalb Wochen nach ihrer Verletzung zwar zur Verfügung, konnte den linken Fuß aber nicht voll belasten. Auf ihre Spezialität, den Hürdensprint, verzichtete sie deswegen ganz, über 100 Meter reichte es nur zu 12,86 Sekunden (574 Pkt.). Mit ihr als Schlussläuferin gelang es immerhin der 4 x 100- Meter-Staffel, die bislang nicht erfüllte DM-Norm (49,50 Sek.) mit 48,94 Sekunden klar zu unterbieten.
Für die beste Einzelleistung sorgte Pauline Schwarze-Wippern im Diskuswurf. Die Westfalenmeisterin aus Clarholz schleuderte die Scheibe auf 40,11 Meter und erhielt dafür 593 Punkte. 592 Punkte bekam Kathrin Czichon. Die 18-jährige Weitspringerin aus Wiedenbrück landete bei 5,41 Meter, obwohl sie beim Absprung deutlich verschenkte. Die Rietbergerin Lisa Steinlage wurde für 1,64 Meter im Hochsprung mit 588 Punkten belohnt. Zum Team gehörten weiterhin Sarah Ruthmann, Malin Bernsmann, Leonie Schröder, Wanda SchwarzeWippern und Kirsten Liening-Ewert.
Die Schülerinnen A sammelten in acht Disziplinen 7.351 Punkte. In der westfälischen Bestenliste 2009 hätte das Rang 12 bedeutet. Ob diese Punktzahl schon reicht, um sich für das westfälische Finale Ende September in Münster zu qualifizieren, ist fraglich. Franziska Liermann war über 100 Meter (13,14 Sek.), und 80 Meter Hürden (12,84 Sek.) sowie im Weitsprung (5,00 Meter) stärkste Einzelathletin.
Die B-Schülerinnen, für die Julia Marie Ostermann (46,50 Meter im Ballwurf), sowie die Weitspringerinnen Marsha Furche (4,66 Meter) und Lena Wortmann (4,58 Meter) am kräftigsten punkteten, haben mit 6.691 Zählern gute Chancen auf das Erreichen des Endkampfes. Ganz sicher für Münster qualifiziert ist das vom Clarholzer Trainer Erhard Kurth betreute Team der C-Schülerinnen, das sich auf 5.286 Punkte steigerte. Weitspringerin Antonia Hoff (4,36 Meter) und Ballwerferin Julia Buschmann (38,00 Meter) sorgten hier für die höchstdotierten Leistungen.
Die ersatzgeschwächte Mannschaft der A-Schüler darf nach guten 7.686 Punkten auf die Finalteilnahme hoffen. Im Vorjahr hätte die Punktzahl Rang neun in Westfalen bedeutet. Steffen Rubbenstroth, der über 100 Meter (12,28 Sek.) und über 80 Meter Hürden (11,78 Sek.) überzeugte, führte das Team zusammen mit Hochspringer Felix Kuhn (1,64 Meter) an. Die B-Schüler, die auf den verletzten Marc Baum verzichten mussten, erreichten 6.10 Punkte und sollten damit die Qualifikation geschafft haben. Jonas Cornelsen war mit 3:18,22 Minuten über 1.000 Meter bester Einzelkämpfer.