HANDBALL: Leistung des Drittligisten TV Verl beim ersten Testspiel im "grünen Bereich"
Verl (kra). Am Ende des ersten Trainingsmonats durften die Handballerinnen des TV Verl am Samstag "endlich spielen", wie Ilka Kleikämper erfreut feststellte. Heraus kam ein 34:23-Erfolg gegen den TuS 97 aus Bielefeld. Für Uwe Landwehr war die Vorstellung des Drittligisten gegen den ambitionierten Verbandsligaaufsteiger "im grünen Bereich", auch wenn sich der ehrgeizige Trainer gewünscht hätte, dass seine Truppe den Unterschied von zwei Spielklassen deutlicher zum Ausdruck gebracht hätte.
Zufrieden zeigte sich Landwehr mit den vielen Kontertoren, die aus dem schnellen Umschalten von Abwehr auf Angriff resultierten. Gefallen fand er an einigen guten Ansätzen im Positionsangriff, zumal sich seine Erwartung bestätigte, dass die Rückkehrerinnen Birgit Westernstroer (SC Greven II) und Bianca Henke (TSV Oerlinghausen) die ihnen zugedachten Rollen im Spielaufbau ausfüllen können.
Für "unbefriedigend" hielt der Coach die Abwehrleistung. "Aber das werden wir auch erst in der zweiten Vorbereitungsphase ab Ende Juli trainieren." Landwehr tendiert dabei zu einer 6:0-Formation, weil er mit Kleikämper, Westernstroer, Anke Gawer, Ulla Zelle und Carolin Tegeler groß gewachsene, athletische Spielerinnen für den Mittelblock zur Verfügung hat. "Alternativ werden wir aber eine 5:1-Formation einüben, um schnelle Ballgewinne provozieren zu können", kündigte er an: "Auch für die Position der Vorgezogenen haben wir die passenden, schnellen und pfiffigen Spielerinnen im Kader."
Mit Josefine Löbig (Pause nach Schulteroperation), Ricarda Kranz (Schonung wegen Schulterproblemen), Anke Gawer (Schonung nach langwieriger Erkrankung), Karina Wimmelbücker (Schwangerschaft), Romy Fischer (krank), Ulla Zelle (krank) und Katharina Geukes (Studium in Australien bis September) fehlten Landwehr allerdings nicht nur am Samstag Spielerinnen, auf die er in der am 11. September beginnenden Serie setzt. "Die Beteiligung am Training war bislang mit acht, neun Spielerinnen im Schnitt nicht optimal, das muss besser werden."
Für den Verler Trainer ist es deshalb unerlässlich, die Zügel anzuziehen. "Im August werde ich keine Entschuldigungen mehr gelten lassen", sagte Landwehr, "denn wir haben auch in dieser sehr starken 3. Liga eine Chance, wenn wir optimal vorbereitet sind." Anders als in der Serie 2006/07, beim Versuch, in der Regionalliga zu bestehen, sei der Kader in der Breite, aber auch in der Spitze jedenfalls besser aufgestellt, obwohl der einzige Neuzugang, Franziska Tollkühn (SG Knetterheide/Schötmar), nach einigem Hinundher wieder abgesagt hätte.