Gütersloh (rö). Olaf Sieweke, Trainer des SV Spexard, könnte lecker zufrieden sein mit der Vorbereitung auf die erste Saison der "Spechte" in der Fußball-Westfalenliga. Die punktuell nach den Wünschen des Trainers und den Möglichkeiten des Vereins verstärkte Mannschaft zieht prima mit, und der erste Test bei RW Maaslingen (4:2) verlief zufriedenstellend. Umso mehr stören den Coach die nicht ligatauglichen Trainingsbedingungen.
"Die Rasenflächen sind seit neun oder zehn Wochen gesperrt und die Stadt gibt sie immer noch nicht frei", klagt Sieweke. Dem SVS-Trainer fehlt jedes Verständnis für diese in seinen Augen weit überzogene Regenerationsmaßnahme. "Die Plätze sind doch top", berichtet der Trainer von sattem Grün und will nicht verstehen, warum die Übungseinheiten immer noch im Wald oder auf dem kleinen Kunstrasenplatz stattfinden müssen. "Und da trainieren dann auch noch fünf Mannschaften gleichzeitig." Immerhin dürften die Spexarder mit der nötigen Grundlagenausdauer in die Serie gehen.
Bei RW Maaslingen, dem amtierenden Vizemeister der Landesliga, nutzten die Aufsteiger diese konditionelle Basis, um auch spielerisch schon einige Akzente zu setzen. Zudem zeigte sich Sieweke mit den Neuen zufrieden. "Seit wann ist der Dominik Jäger so stark?", gab Sieweke schmunzelnd eine Frage von Andreas Schwemmling zum besten. Der Maaslinger Trainer hatte den Rotschopf Lars Beuckmann mit dem altgedienten Spexarder Defensiv-Allrounder Jäger verwechselt und so die Vorstellung des vom FSC Rheda gekommenen Innenverteidigers erst richtig gelobt. Als "echte Verstärkungen" sieht Sieweke aber auch Daniel Koberstein und Timo Niermann.
Mehmet Dagdelen, in der Vorsaison schon zum Co-Trainer berufener, zweitbester Schütze hinter Matthias Gök, will seinen Platz in der Anfangsformation offenbar nicht räumen. "Mehmet liefert bei den Dauerläufen Zeiten ab, die hat er noch nie erreicht", berichtet Sieweke von einem nimmermüden Einsatz des 35-Jährigen. Der Kapitän des SV Spexard scheint wild entschlossen zu sein, beim Abenteuer Westfalenliga voranzugehen.