FUSSBALL: Regionalligist SC Verl richtet sich für die neue Saison etwas offensiver aus
Verl. Der SC Verl startet angriffslustig in die Vorbereitung auf die Saison 2011/2012 in der Fußball-Regionalliga – und das in doppelter Hinsicht. Zum einen setzt der Klub große Hoffnungen in die drei neuverpflichteten Stürmer. Zum anderen erklärte Trainer Raimund Bertels beim gestrigen Trainingsauftakt: "Am Anfang der Saison kann man nur ein Ziel haben – oben mitspielen."
Mit dieser Aussage trägt Bertels auch der Besonderheit dieser Spielzeit Rechnung. Aufgrund der Ligareform gibt es keinen sportlichen Absteiger. "Vielleicht gelingt es uns, die Spannung hochzuhalten", weiß der Verler Coach, dass es ansonsten schwer wird, die Mannschaft zu großen Leistungen zu motivieren. Immerhin hat die Vereinsführung entschieden, mit dem gleichen Etat in die Serie zu gehen.
Das ermöglichte es der Sportlichen Leitung, einen Wunschkader zusammenzustellen. Die sorgsam ausgewählten Angreifer Dennis Buschening (Westfalia Rhynern), Marco Schneider (Sf Lotte) und der zuletzt verpflichtete Manuel Rasp (FC Homburg) sollen das in der vergangenen Saison offenbar gewordene Offensivdefizit beheben und die durch den Weggang von Thomas Bertels zum Zweitligisten SC Paderborn entstandene Lücke schließen. "Wir sind gut geschult in der Defensive, und müssen jetzt vorne etwas mutiger werden", kündigte Raimund Bertels auch eine leichte taktische Veränderung an.
Mit Lukas Brenk und Alaaddin Nas rückten zwei Spieler aus der eigenen A-Jugend in den Regionalligakader auf, die in der letzten Saison zum Aufstieg in die Westfalenliga beitrugen. Auch Youngster Lennard Siebrecht trainiert zunächst mit. "Wir werden es beobachten", möchte sich Bertels eine Option offenhalten. Dem zahlenmäßig großen Aufgebot gehören nämlich auch drei Spieler an, die nicht von Anfang an voll eingeplant werden können. Lars Schröder kuriert mit intensiver Physiotherapie die Folgen eines Kreuzbandrisses aus. "Es läuft gut", sagt der Stürmer, doch der Trainer rechnet frühestens in zwei Monaten wieder mit ihm. Ivica Ivicevic, dem nach fehlerhaften Diagnosen schließlich ein Fersensporn wegoperiert wurde, steigt nach 15-monatiger Zwangspause wieder ins Training ein und braucht noch seine Zeit. Und bei Friedrich Bömer-Schulte liegt immer noch keine hilfreiche Erklärung für seine Probleme im Bauchmuskel- und Leistenbereich vor. Bis zum Trainingslager, das der SC Verl vom 19. bis 23. Juli wieder in Arendsee (Sachsen-Anhalt) absolviert, will Bertels den Kader auf 24 Spieler reduziert haben.
Was das Testspielprogramm angeht, wird der SC Verl noch ein Heimspiel für die letzte Juli-Woche abschließen; denkbare Gegner sind SC Paderborn und Arminia Bielefeld. Im Rahmen dieser Partie soll auch eine offizielle Teamvorstellung an der Poststraße stattfinden.