Rheda-Wiedenbrück (wot). Seit gestern trainieren die Fußballer des SC Wiedenbrück für die neue Saison in der Fußball-Regionalliga. Das Highlight steht allerdings schon vor dem ersten Spieltag (6. August) im Terminplan: Das DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Köln ist vom DFB für Sonntag, 31. Juli, angesetzt. Anstoß im Gütersloher Heidewaldstadion ist um 17.30 Uhr. Trainer Thomas Stratos verschwendet aber noch keinen Gedanken an diese Partie. "Ich bin generell nicht der Typ, der besondere Vorfreude empfindet. Vor einem Urlaub fange ich auch erst zwei Stunden vorher an, die Koffer zu packen."
Was die Kaderplanung für die neue Serie angeht, hat der Coach die Hausaufgaben allerdings rechtzeitig und akribisch erledigt. "18 plus 2 plus 2 plus Kappi", lautet seine Formel. Gemeint ist damit ein Aufgebot mit 18 Feldspielern, zwei Torhütern, zwei Talenten und Florian Kapp als drittem Keeper. Die beiden Talentplätze besetzen die 18-jährigen Sven Höveler (Arminia Bielefeld, U 19) und Aias Aosman von Preußen Espelkamp. Bei den 18 Feldspielern hat Stratos Uwe Schlottner zahlenmäßig mitgerechnet; der im Winter aus Hoffenheim gekommene Rechtsverteidiger ist allerdings auf Vereinssuche und kommt in Wiedenbrück wenn überhaupt nur noch im Bezirksligateam zum Einsatz. Einen Nachfolger für diese Position hat der Trainer schon fest in petto; es fehlt nur noch die Unterschrift. Doch obwohl seine Rechnung dann aufgeht, erwartet Stratos in den nächsten Tagen noch drei offensive Spieler zum Probetraining.
"Es war in diesem Jahr leichter, neue Spieler zu bekommen", schilderte der Coach eine Folge der Tatsache, dass sich der letztjährige Aufsteiger SC Wiedenbrück als Tabellenzehnter, mit einer bärenstarken Rückrunde und mit einem attraktiven Fußball in der Liga etabliert hat. Die Zielsetzung für die neue Saison beantwortet Thomas Stratos anspruchsvoll bescheiden: "Besser als letztes Jahr." Insgeheim hat er noch ganz andere Gedanken, aber: "Wenn ich die verrate, haltet ihr mich für verrückt." Leicht verstärken will er die ohnehin schon offensivfreudige Ausrichtung: "Schon letztes Jahr haben wir viele Tore geschossen, da werden wir vielleicht noch etwas drauflegen."
Vakant ist beim SCW noch die Position des Torwartrainers. Holger Kern (49), acht Jahre bei den Frauen des Herforder SV tätig, testet zunächst, wie er mit Männern klarkommt – und die mit ihm.