Gütersloh. Die dritte Saison in der Fußball-Westfalenliga soll für den FC Gütersloh die endgültig letzte sein. Nach den Plätzen sieben und sechs würde sich der Heidewaldklub am liebsten als Meister die Chance zum Aufstieg in die Regionalliga erkämpfen. Wegen der Ligareform reicht aber im günstigsten Fall sogar schon Platz zehn, um in die neue Oberliga zu kommen. Seit gestern trainiert das neue Team für das Erreichen der Ziele.
Dirk Flock begrüßte den Kader von 23 Spielern in der Heidewaldkabine, um anschließend auf dem Nebenplatz die ersten Übungen zu absolvieren. "Ich denke, dass wir uns verstärkt haben", urteilte der Trainer mit Blick auf die neun Neuzugänge, von denen zwei (Steven Degelmann und Pascal Röber) direkt und einer (Alexander Schiller), mit früheren Erfahrungen aus der Regionalliga kommen. Auch Lars Beuckmann kam zum Auftakt; der Verteidiger wird wegen seines Ende Mai erlittenen Kreuzbandrisses aber erst in der Rückrunde zur Verfügung stehen.
Dass von Anfang an ein hoher Druck auf ihm und der Mannschaft lastet, ist Dirk Flock klar: "Damit kann ich leben, Druck fördert ja oft auch die Leistung." Das schon Montag bei der Jahreshauptversammlung von Präsident Dr. Bernd Ruhnke formulierte Saisonziel deckt sich mit dem des Trainers: "Wir wollen so weit oben wie möglich dabeisein und mitmischen." Um das zu schaffen, sei eine größere Konstanz und insbesondere ein besserer Start als im letzten Jahr notwendig. Flock weiß aber, dass auch andere Klubs hochtrabende Ambitionen haben, etwa der SV Lippstadt oder der SC Paderborn II. Neben dem reinen Tabellenplatz geht es dem FCG-Coach auch darum, "Begeisterung im Stadion und in der Stadt zu wecken."
Großen Zuschauerzuspruch erwartet er schon im ersten Testspiel am 10. Juli – gegen Europa-League-Sieger FC Porto. "Das ist eine Motivation für die Jungs und gleich eine Standortbestimmung. Wahrscheinlich kriegen wir da mehr als nur unsere Grenzen aufgezeigt." Um sich auf das Highlight vorzubereiten, sucht der FCG noch einen Testspielgegner für die nächste Woche.