FUSSBALL: Bezirksligaderby Tur Abdin Gütersloh – FSC Rheda 1:2 / Tätlichkeit gegen FSC-Keeper Leier nach Abpfiff
Gütersloh. Das Kreisduell in der Fußball-Bezirksliga zwischen Tur Abdin Gütersloh und dem FSC Rheda wird ein Nachspiel haben. Nach dem 2:1-Sieg der Gäste stieß Tur-Spieler Engin Katalanc FSC-Torwart Alexander Leier mit einer Kopfnuss zu Boden.
Die anschließende Rudelbildung blieb wenigstens ohne weitere Handgreiflichkeiten. Nach fünf Minuten hatten sich die Gemüter beruhigt, die Spieler gingen in die Kabine, Leier trug eine stark blutende Platzwunde davon.
"Das ist peinlich und unterste Schublade. So darf man nicht auftreten. Der Verein wollte das Image aufbessern und dann passiert so etwas. Ich distanziere mich ausdrücklich davon. Ich will ehrlich und fair bleiben", machte sich Tur-Spielertrainer Helge Bittner Gedanken über seine Zukunft am Kamphof. Die Zeichen stehen nach dem gestrigen Vorfall wohl auf Trennung.
Schiedsrichter Waldemar Klein (Bielefeld) wird einen Sonderbericht anfertigen. Zwei weitere Tur-Spieler tauchen darin auf. Juhannes Tastekin sah nach einer Tätlichkeit gegen Raphael Monert (61.) die Rote Karte und die Gelb-rote Minas Aygün wegen Meckerns (72.).
FSC-Trainer Hans Grundmann war bitter enttäuscht über das unrühmliche Ende der Begegnung. "Der Spieler muss lebenslang gesperrt werden. Ich muss überlegen, ob ich gegen so eine Mannschaft überhaupt noch antrete. Das gehört einfach nicht zu unserem Sport", sagte Grundmann.
Sportlich hatte die Partie, die in der zweiten Halbzeit unter dem starken Regen litt, wenig Höhepunkte zu bieten. Die 1:0-Führung der Gastgeber, die besonders in der Defensive eine gute und verbesserte Figur abgaben, markierte Fuat Katalanc (9.). Der Ausgleich gelang Dennis Heinrich nur zwei Minuten später. Den 2:1-Siegtreffer markierte Mert Sen per Freistoß (31.). Der Ball wurde abgefälscht und war unhaltbar für Tur-Keeper Marcel Rüth.
In Unterzahl steigerte sich die Bittner-Elf in der Schlussphase noch einmal, verpasste mit neun gegen elf gute Chancen zum Ausgleich. Der FSC Rheda stellte aber das spielerisch deutlich bessere Team und hatte seinerseits Möglichkeiten, auf 3:1 zu erhöhen. "Wir waren eine Klasse besser", meinte Hans Grundmann nach dem insgesamt mäßigen Derby.
Tur Abdin Gütersloh: Rüth – F. Katalanc – Aygün, Goswien – Seifert, Dag, Tastekin, Bittner, Aydin – Akbaba (81. Deja), E. Katalanc.
FSC Rheda: Leier – Janz, I. Dirkssen, Heinrich, R. Monert – Aslan, Turica (67. Schander), Sen, Dann (67. Ayhan), Coskun – Benjamin (86. Nahrmann).
Tore: 1:0 (9.) F. Katalanc, 1:1 (11.) Heinrich, 1:2 (31.) Sen.