Gütersloh. Die Tätlichkeit von Engin Katalanc gegen Alexander Leier vom FSC Rheda hat Konsequenzen für den Spieler des Fußball-Bezirksligisten Tur Abdin Gütersloh. "Der Spieler ist bis zur Spruchkammersitzung vom Spielbetrieb suspendiert. Wir bedauernden Vorfall auf das Schärfste und entschuldigen uns im Namen des Vereins", sagte gestern Pressewart und Mitspieler Jacob Dag. "Spieler müssen sich auf dem Platz benehmen. So etwas können wir uns nicht bieten lassen. "
Katalanc selbst bereut den Kopfstoß, mit dem er Leier nach Spielschluss niedergestreckt hatte. "Das Ganze tut mir für Alexander leid und für meinen Verein." Via Facebook hat er sich am Sonntagabend beim Rhedaer Torhüter entschuldigt. Leier musste im Krankenhaus mit einem Stich an der Lippe genäht werden und ging gestern wieder seiner Arbeit als Berufssoldat nach. Engin Katalanc, ein Urgestein von Tur Abdin Gütersloh, das seit 12 Jahren in der 1. Mannschaft spielt, gilt eigentlich als besonnener Spieler. Er habe sich durch den Rhedaer schon während der Partie provoziert gefühlt, sagte er gestern. "Nach Spielschluss habe ich einigen Gegenspielern zum Sieg gratuliert. Als er dann an mir vorbeiging, hat er mir noch einen Spruch reingereicht. Danach kam die Tätlichkeit", erinnert sich Engin Katalanc an die Vorfälle: "Das war eine Kurzschlussreaktion."
FSC-Trainer Hans Grundmann war auch einen Tag nach dem Vorfall noch geschockt. "Das ist nicht zu entschuldigen." Nach dem Zwischenfall sei es im engen Kabinenbereich "ruhig, aber angespannt" geblieben, berichtete Grundmann und lobt das Verhalten seines Kollegen: "Helge Bittner kam in die Kabine und hat sich entschuldigt." Die weitere Vorgehensweise des Vereins Tur Abdin Gütersloh und die Frage der Zusammenarbeit mit Trainer Helge Bittner wurde gestern Abend in einer Sitzung besprochen.







