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23.09.2011
Aosman besonders im Fokus
FUSSBALL: Regionalligist SC Wiedenbrück empfängt heute den 1. FC Köln II
VON CARSTEN BIERMANN

Talent | FOTO: HENRIK MARTINSCHLEDDE

Rheda-Wiedenbrück. Einmal hat sich SC Wiedenbrück in dieser Saison schon mit dem 1. FC Köln gemessen. Im DFB-Pokal setzte es eine 0:3-Niederlage - allerdings gegen die Bundesligaprofis. Heute kann sich der Regionalligist revanchieren. Und gegen die zweite Mannschaft stehen die Chancen weitaus besser.

Seit langer Zeit tritt der SCW im Jahnstadion mal wieder um 19 Uhr am geliebten Freitagabend an. Der DFB erlaubt dies trotz der schummerigen Lichtanlage, da er die bisherige Mindestanforderung von 400 Lux in dieser Spielzeit gestrichen hat. Trainer Thomas Stratos ist es im Prinzip egal, ob Freitag oder Samstag gespielt wird. Wichtig ist ihm nur, dass die Leistung stimmt. Und in Mainz hat sein Team die richtige Richtung eingeschlagen, trotz der 0:1-Niederlage. "Jetzt müssen wir nur noch Tore schießen", sagt Stratos. Sechs Treffer in sieben Partien verraten, warum der SCW als Tabellensiebzehnter erst sieben Punkte gesammelt hat.

Einer, der bereits zweimal erfolgreich war, steht heute besonders im Fokus. Der 1. FC Köln hat sein Interesse an Aias Aosman konkretisiert und über dessen Berater Angelo Vier Kontakt zum SCW aufgenommen. Schon direkt nach dem Pokalspiel zeigte sich Sportdirektor Volker Finke vom Talent des 18-Jährigen beeindruckt. Möglicherweise bekommt der in Syrien geborene Mittelfeldspieler bereits im Winter einen Profivertrag. "Aosman hat außergewöhnliche Fähigkeiten", sagt Stratos über sein Talent, das bei ihm aber noch keinen Stammplatz erobern konnte. Neben den individuellen Stärken gebe es einige Schwächen, an denen Aosman arbeiten müsse.

Die Chance, sich gegen Köln von Beginn an zu präsentieren, bezeichnet Stratos als "relativ groß". In Mainz ersetzte er ab der 53. Minute John Thöle - und für die Rechtsaußenposition kommt Aosman am ehesten in Frage. Das Risiko, ihn als "Sechser" einzusetzen, ist Stratos zu groß: "Dann sind wir zu offensiv aufgestellt." Gegen eine schnelle und spielstarke Kölner Mannschaft sei es eminent wichtig, die Räume eng zu machen.

Die Geißbock-Reserve bezeichnet sich offiziell als U 21, und hier stimmt das Etikett. Der neue Trainer Dirk Lottner verzichtet auf den Einsatz von Profis, mit zwölf Punkten hat er trotzdem ein respektables Ergebnis eingefahren. "Wir müssen die Kölner laufen lassen und unser Spiel aufziehen", fordert Stratos. Risiko muss er gezwungenermaßen bei der Wahl des Ersatztorwarts gehen. Florian Kapp ist verhindert, so dass Sebastian Lange nach seiner Leistenoperation auf der Bank sitzt, obwohl er noch nicht richtig fit ist.


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