Gütersloh. Zweimal hintereinander ist der FC Gütersloh in der Fußball-Westfalenliga auf die Nase gefallen – heute Abend muss er wieder aufstehen. Im Heimspiel gegen die Reserve des SC Preußen Münster hilft dem auf Rang vier zurückgefallenen FCG nur ein Sieg, wenn er weiter zur Spitzengruppe gehören will. Anstoß im Heidewaldstadion ist um 19.30 Uhr.
Ob die beiden Niederlagen in Beckum (1:3) und gegen Lippstadt (0:2) sowie die beiden vorausgegangenen Unentschieden gegen Paderborn II (1:1) und in Bad Oeynhausen (0:0) auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind, haben sich die Verantwortlichen beim FC Gütersloh natürlich auch gefragt. "Wir können es uns nicht schlüssig erklären", sagte Koordinator Wolfgang Grübel nach einer Teamsitzung Anfang der Woche, in der offen nach Gründen für die Punkteflaute gesucht wurde. "Die anderen Mannschaften stellen sich mittlerweile auf uns ein", hat Dirk Flock zumindest eine Ursache dafür erkannt, dass die Serie der im Hurra-Stil errungenen Siege inzwischen der Vergangenheit angehört. Für den Trainer ist das "ein ganz normaler Prozess", den er erwartet hat: "Deswegen habe ich ja eher auf die Bremse getreten, als es so gut lief."
Manche halten es auch für einen bemerkenswerten Aspekt, dass der FCG in der 2. Halbzeit nicht mehr zulegen kann, und schon gar nicht, wenn er nach 45 Minuten nicht in Führung liegt. Die Statistik belegt: In den letzten sechs Partien klingelte es nach der Pause nur drei Mal im Gehäuse des Gegners. "Das Problem ist erkannt", sagte Wolfgang Grübel: "Wir wollen jetzt etwas verhaltener beginnen und uns die Kräfte besser einteilen."
Zu schaffen machen dem FC Gütersloh aber auch die zahlreichen Ausfälle. Läuft es ganz schlecht, muss Dirk Flock gegen Münster sogar den bisher größten Aderlass hinnehmen. Neben dem gesperrten Pascal Röber drohen mit Lennard Warweg, Alexander Schiller und Patrick Plucinsky drei weitere Spieler der ersten Elf verletzt auszufallen. "Es ist egal, wer auf dem Platz steht – wir müssen gewinnen", setzt der FCG-Coach heute auf eine willensstarke Trotzreaktion der Mannschaft.