Harsewinkel (kra). Die TSG Harsewinkel zieht in der Handball-Landesliga einsam ihre Kreise. Der Vorsprung auf das Verfolgerquartett beträgt nach 14 Spieltagen bereits zehn Punkte. Im Durchschnitt hat der Spitzenreiter seine Spiele mit 35:24 gewonnen, und nichts spricht dafür, dass er am Sonntag beim Tabellenelften HSG Hohne-Lengerich in Bedrängnis kommen könnte.
Burkhard Schlee-Borren nutzt die klaren Verhältnisse, um intensiv für die erste Saison in der Verbandsliga zu planen. "Die Gespräche mit den Spielern laufen viel versprechend", berichtete der Leiter der TSG-Handballabteilung. "Ich gehe jedenfalls davon aus, dass der aktuelle Kader zusammenbleibt." Auch die weitere Zusammenarbeit mit Trainer Mike Bezdicek, der wie berichtet bessere Trainingsbedingungen eingefordert hatte, um weiter perspektivisch tätig sein zu können, sei so gut wie sicher.
Nicht abgehen wollen die vom Erfolg verwöhnten Harsewinkeler Handballer von ihrer bewährten Gewohnheit, im ersten Jahr nach einem Aufstieg auf Kontinuität zu setzen. "Lediglich für die halbrechte Position im Rückraum halten wir nach einer Verstärkung Ausschau", ließ Schlee-Borren durchblicken. Weil im derzeitigen Aufgebot ein athletischer, groß gewachsener Linkshänder fehlt, würde der Spielertyp "Shooter" bevorzugt gesucht.
Als Unterbau für ihr angehendes Verbandsligateam hätten die Harsewinkeler Verantwortlichen gerne eine in der Bezirksliga spielende 2. Mannschaft. Weil die von Thorsten Wiemann trainierte Reserve in der Kreisliga nur fünf Punkte hinter dem Spitzenreiter Wiedenbrücker TV zurückliegt und deshalb noch Aufstiegschancen hat, sind für die letzten zwölf Saisonspiele Verstärkungen aus dem Landesligakader angedacht.
Ein Kandidat dürfte Christoph Dammann sein, der beim jüngsten 29:22-Erfolg gegen den TuS 97 II nur auf der Tribüne saß. "Aber ich habe ja auch noch einen Spielerpass", sagte Mike Bezdicek nach Spielschluss. Für den Ex-Nationalspieler ist eine weitere Verzahnung von erster und zweiter Mannschaft "unbedingt notwendig."