Gütersloh. Den beiden ranghöchsten heimischen Triathlon-Teams droht der Abstieg. Nach dem Mitteldistanz-Wettbewerb am Samstag in Hückeswagen, dem vorletzten Wettkampf, liegen sowohl das Tri-Sport-Team Verl (NRW-Liga) als auch das 1. Tri-Team Gütersloh (Regionalliga) in der Tabelle nur auf dem drittletzten Platz, der nicht zum Klassenerhalt reichen wird.
Die Verler fielen trotz einer starken Einzelleistung von Mike Schuster und dem 12. Rang in der Tageswertung auf Platz 15 im Feld der 17 Mannschaften zurück. "Die Tabelle hat sich umgedreht", wundert sich Schuster über den kuriosen Saisonverlauf. Trotz Tagesplatzierungen von 13 (Gladbeck), 16 (Indeland), 11 (Sassenberg) und 12 (Hückeswagen) liegt das Tri-Sport-Team (52 Punkte) unter dem Strich. Punktgleicher Drittletzter ist auch der ASV Duisburg mit dem Ex- Harsewinkeler Tobias Jazbec. In Reichweite beim Finale am Sonntag in Krefeld (ein Mannschaftssprint) ist bestenfalls noch der TVE Netphen (49 Punkte). "Es wird schwer", weiß Mike Schuster und gründet seine Hoffnung auch darauf, dass es wegen der geplanten Aufstockung der Liga auf 18 Teams vielleicht nur drei Absteiger gibt.
Sieben Wochen vor seinem Start bei der Ironman-Weltmeisterschaft war die Mitteldistanz in Hückeswagen über 2-74-21 Kilometer auch wegen der hohen Temperaturen "ein schönes Training für Hawaii", wie Schuster kommentierte. Angesichts des Starts um 8.30 Uhr und eines stetigen Windes empfand er die Bedingungen als "nicht so dramatisch". Den abschließenden Halbmarathon ("Es lief vom ersten Kilometer an gut") konnte der 38-Jährige sogar mit einem Schlussspurt beenden, bei dem er noch zwei Konkurrenten überholte. Mit 3:58:54 Stunden war der Verler Achtbester der NRW-Liga. In der Gesamtwertung der gleichzeitig ausgetragenen NRW-Meisterschaft belegte er als M35-Vizemeister Rang 15.
Verzichten mussten die Verler auf den Einsatz des unter einem Magen-Darm-Infekt leidenden Uwe Schnell. So wurde das Team komplettiert von Marius Burger (40. mit 4:13:34 Std.), Markus Klawitter (47. mit 4:17:09 Std.) und dem eingesprungenen Sebastian Ventker (56. mit 4:24:15 Std.).
Das Gütersloher Regionalligateam hat beim Saisonfinale am 9. September in Xanten realistisch betrachtet keine Chance mehr, den Abstieg zu verhindern. Die TG Neuss liegt als Fünftletzter elf Punkte vor dem GTV, der nach den Plätzen 12 (Harsewinkel), 15 (Kamen), 17 (Sassenberg) und 16 (Hückeswagen) auf 60 Punkte kommt.
Die Mitteldistanz in Hückeswagen war ein hartes Stück Brot für das GTV-Quartett. Der als zweitschnellster Schwimmer insgesamt gestartete Hendrik Simm war nach 4:22:23 Stunden auf Rang 36 erneut als erster Gütersloher im Ziel. Es folgten Peter Walter (50. mit 4:30:24 Std.), Thomas Pfeffer (57. mit 4:36:09 Std.) und Uwe Hasler (66. mit 5:08:53 Std.). "Verletzungspech und Personprobleme haben uns zu schaffen gemacht", analysiert Helmut Delker. Der Ligachef des Tri-Teams, der diesmal Julian Oldenburg ersetzen musste, nimmt den Abstieg aber nicht tragisch: "Wir sind eh nur als Nachrücker aufgestiegen, und Oberliga ist auch schön."