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28.11.2012
Starke Leistung hoch belohnt
FUSSBALL: Regionalligist SC Verl schafft wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt
VON UWE KRAMME

Vorfreude | FOTOS: RAIMUND VORNBÄUMEN

Verl. Der SC Verl ging gestern im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal auf Torejagd. Mit dem 5:1-Sieg gegen den VfL Bochum II verbesserte sich der Fußball-Regionalligist auf 27 Punkte und Tabellenplatz sieben. "Das ist kein schlechtes Zwischenergebnis", freute sich Kapitän Rino Capretti. "Und mit so einer Leistung können wir auch am Samstag in Wuppertal und nächste Woche in Lotte noch etwas für den Klassenerhalt tun."

Eine auf vier Positionen veränderte Aufstellung und eine deutlich verbesserte Einstellung waren die Basis für den verdienten, in der Höhe allerdings schmeichelhaften Erfolg. Ehe die von Co-Trainer Carsten Droll statt Raimund Bertels (Trauerfall im Freundeskreis) gecoachten Verler die 523 Zuschauer mit drei Toren in der Schlussphase jubeln ließen, mussten sie gegen die hartnäckig drängenden Gäste nämlich hart kämpfen.

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"Wir hatten uns nach der 1:4-Klatsche in Mönchengladbach vorgenommen, sofort in die Zweikämpfe zu gehen und gut in der Ordnung zu stehen. Das ist uns gelungen." Capretti stellte seinen Mitspielern deshalb das berechtigte Lob aus: "So muss man gegen U23-Mannschaften spielen."


Trotz des 1:1 (37.) durch Sören Bertram nach der ersten und einzigen Ecke der Bochumer hatten die Hausherren die ersten 45 Minuten bestimmt. Entgegen kam ihnen dabei dass frühe Führungstor (12.) durch Matthias Haeder und das etwas glückliche 2:1 (45.) durch Friedrich Bömer-Schulte. Beide Treffer wurden über die starke linke Seite vorbereitet, der erste von Fabian Großeschallau, der zweite von Marco Kaminski.

"Ich wäre enttäuscht gewesen, wenn ich das Tor nicht gemacht hätte", freute sich Bömer- Schulte, dass der Ball nach seiner Direktabnahme von der Unterkante der Latte ins Tor gefallen war. Mit diesem Treffer krönte der nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison eingesetzte "Sechser" einen starken Auftritt. Sein ständiges Attackieren war einer der Gründe, warum der VfL sein Spiel nie entwickeln konnte.

Neben der Hereinnahme des defensiven Mittelfeldspielers für Lukas Krause zahlten sich auch die anderen Umstellungen aus. Jannik Schröder (für Marko Martinovic) erwies sich für die Bochumer ebenfalls als ewiger Störenfried und Bas Reekers (für Mario Bertram) gab nicht nur einen guten rechten Verteidiger, sondern ermöglichte vor allem den Wechsel von Julian Schmidt in die Innenverteidigung, wo er neben Capretti sicher stand. Voll auf ging auch die weitreichendste, weil mit einer Systemänderung verbundene Neuerung. Weil Außenstürmer Manuel Rasp verletzt ist, besetzte der quirlige Mathias Haeder die rechte Seite und in der Mitte zeigte Marcel Kunstmann, dass er den Ball nicht nur halten kann, sondern auch weiß wo er hin gehört.

Ehe der Ex-Rostocker mit seinen Kontertoren zum 3:1 (85.) und 4:1 (90.) den Sack zu machte und Lukas Krause mit dem 5:1 (92.) noch eine Schleife herumband, waren die Verler indes hoch gefordert. Weil sie das Mittelfeld durch frühes, energisches Attackieren genauso eng machten wie die Bochumer, folgte über weite Strecken der 2. Halbzeit ein Ballverlust dem anderen – oder je nach Sichtweise eine Balleroberung der nächsten. Kein Team vermochte sich zu befreien. Ausnahmen waren die Kopfballchance von Kunstmann (47.) sowie die drei gefährlichen Offensivaktionen der Bochumer über Engelbrecht (48., 71.) und Götze (77.).



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