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28.11.2012
Verdienter Auswärtssieg
FUSSBALL: Regionalligist SC Wiedenbrück macht im Abstiegskampf Boden gut
VON CARSTEN BIERMANN

Erfolgsgarant | FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Bergisch-Gladbach. Der neue "Besen" Theo Schneider kehrt beim SC Wiedenbrück gut. Nach dem 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf II am Samstag schaffte der Fußball-Regionalligist gestern Abend mit dem 3:0 beim SV Bergisch Gladbach seinen zweiten Auswärtssieg, verbesserte sich auf 17 Punkte und ist nun Siebzehnter.

Weil der Rückstand auf den von den Gastgebern gehaltenen, rettenden 14. Tabellenplatz nur noch drei Zähler beträgt, standen den Wiedenbrücker Spielern Erleichterung und Zuversicht gleichermaßen ins Gesicht geschrieben. "Dieser Erfolg war nach Niederlagenserie und Trainerwechsel enorm wichtig für uns", stellte Sebastian Sumelka fest. "Denn bei der Tabellensituation war das doch fast schon ein Neun-Punkte-Spiel". Soner Dayangan brachte seine Zufriedenheit so selbstbewusst zum Ausdruck, wie er gespielt hatte: "Wir haben da weitergemacht, wo wir nach der guten 1. Halbzeit gegen Düsseldorf aufgehört haben und so lange ich treffe, schieße ich jetzt die Elfmeter.".


Schneider hatte die Elf, die am Samstag gegen den Abstiegskonkurrenten nicht über ein 2:2 hinausgekommen war, auf zwei Positionen geändert, einmal freiwillig und einmal gezwungenermaßen. Für Aljoscha Hyde verteidigte Christopher Heermann auf der rechten Seite und für den verletzten Carsten Strickmann spielte Oliver Zech im defensiven Mittelfeld.

Die Partie in der Belkaw Arena war aber just elf Minuten alt, als der neue SCW-Coach seine Formation schon wieder ändern musste. Für Stürmer Dominik Jansen, der sich bereits beim ersten Sprint an den Oberschenkel gefasst hatte, kam Nick Brisevac ins Spiel. Der neue Mann hatte mit Schuss und Nachschuss gegen den zweimal gut parierenden Michael Cebulla nicht nur die ersten Chancen (28.) des Spiels: In der 33.Minute holte er auch den Strafstoß heraus, den Dayangan abgezockt zum 1:0 verwandelte.

Die Bergisch-Gladbacher, bis dahin auf Torsicherung bedacht, drängten nun nach vorne. Bis zum Pausenpfiff wurde Alexander Hahnemann im Wiedenbrücker Tor noch dreimal gefordert. Besonders beim Schuss von Rachid Eckert (39.) erwies er sich als guter Ersatz für den verletzten Stammkeeper Marcel Hölscher.

Obwohl Hahnemann in der 56. Minute noch einmal gegen Abdelkader Maouel klären musste, ging die 2. Halbzeit klar an die spielerisch überlegenen Wiedenbrücker. Nach den von Brisevac (53.) und Studtrucker (59.) ausgelassenen Chancen wurde dies in der 70. Minute auch im Ergebnis deutlich. Zlatko Muhovic vollendete einen von Dayangan sehenswert über links vorgetragenen Angriff mit dem Kopfballtor zum 2:0. Endgültig durch waren die Gäste nach Dayangans zweitem Strafstoßtor zum 3:0 (81.).

"Dieser Erfolg tut gut, denn das war doch fast schon ein Endspiel." Schneider war aber nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden, sondern auch mit der Leistung seiner Mannschaft. "Denn sie hat keine Angst gehabt und diese Aufgabe spielerisch gelöst." Wichtig für den neuen Coach war zudem: "Offensichtlich haben die Jungs jetzt gelernt, dass man einen Vorsprung auch ausbauen kann."



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