Herford. Der Herforder SV Borussia Friedenstal bleibt Tabellenführer der 2. Frauenfußball-Bundesliga. Nachdem die für vergangenen Sonntag vorgesehene Partie gegen den 1. FFC Magdeburg frühzeitig abgesagt worden war, drohte den Herforderinnen der Verlust des ersten Tabellenplatzes, den Turbine Potsdam II mit einem Sieg gegen Oldesloe hätte übernehmen können. Dann aber kam die Meldung aus Brandenburg: Auch das Potsdamer Spiel wurde abgesagt, an der Tabellenspitze also bleibt alles wie gehabt.
Gesucht wird nun ein neuer Termin für die ausgefallene Partie. "Wir haben Magdeburg den 21. April vorgeschlagen und warten jetzt auf eine Reaktion", erklärte die Vereinsvorsitzende Birgit Schmidt. Und damit würde der HSV fast die komplette Rückrunde mit zehn Spielen in genau 50 Tagen, vom 21. März bis 9. Mai, absolvieren.
Herfords Trainerin Tanja Schulte blickt schon in Richtung 1. Bundesliga und beobachtete entsprechend am Sonntag das Spiel zwischen SC 07 Bad Neuenahr und Bayern München. "Als ich die Zweitligaergebnisse gehört habe, bin ich fast vom Hocker gefallen", kommentierte sie die 2:3-Niederlage des Tabellendritten Victoria Gersten in Hamburg sowie die 1:2-Niederlage des nächsten Herforder Gastgebers FSV Gütersloh in Wattenscheid. "Für Gütersloh wird es langsam brenzlig", stellte sie fest. Schulte wird am Sonntag in Gütersloh auf Bianca Sauer (Urlaub) verzichten müssen. Dagegen könnte Jennifer Voss nach Operation und Reha theoretisch wieder spielen. "Vielleicht ist es noch eine Woche zu früh für sie, wir würden sie gern noch etwas schonen!", erklärte die Trainerin allerdings.
Die Gespräche Schultes Vertragsverlängerung betreffend sind noch nicht abgeschlossen. "Wir haben im Moment viel Arbeit mit der Vorbereitung unseres Sponsoren-Abends am kommenden Dienstag", erklärte Birgit Schmidt, die aber dennoch gleichzeitig auch Gespräche mit den Spielerinnen des aktuellen Kaders führt. Und auch die Liste der Wunsch-Neuzugänge soll nach und nach abgearbeitet werden. "Wir müssen unseren Kader deutlich aufstocken", weiß auch die Vorsitzende, dass das jetzige Aufgebot rein quantitativ für die Erstklassigkeit nicht ausreichen würde. Einen Namen allerdings kann die HSV-Vorsitzende schon wieder von der Wunschliste streichen, denn auf der stand auch Shelley Thompson, Stürmerin des VfL Wolfsburg. "Wir hätten ihr einen Job im Marketingbereich eines Bundesligisten besorgen müssen - und das können wir nicht", sagt sie. Auch von anderen Spielerinen gibt es bislang noch keine Zusage.