HANDBALL-OBERLIGA: Spenge setzt Siegesserie gegen Hahlen fort und verpasst 40 Treffer in einem Spiel
Spenge. Der Jubel hielt sich in Grenzen, auch wenn der 37:23 (21:8)-Erfolg gegen den Tabellenletzten TSV Hahlen für den Handball-Oberligisten TuS Spenge den klarsten Saisonsieg bislang bedeutete. Allerdings mussten die Schützlinge von Trainer Achim Frensing nicht einmal eine besonders starke Leistung abrufen, um diese Partie sehr deutlich für sich zu entscheiden.
Hahlen reiste mit nur acht Feldspielern und ohne den erkrankten Trainer Stephan Böker in Spenge an. Zu allem Überfluss fehlten auch noch mit Torjäger Hendrik Thielking und Marc Pohlmann die beiden besten Akteure des Teams, das sich so von vornherein keine Chancen ausgerechnet hatte. "Es ist nicht einfach, wenn kurz vor dem Spiel klar ist, dass beim Gegner die beiden Besten fehlen", begrüßte auch TuS-Coach Achim Frensing keineswegs die Personalprobleme des Rangletzten, der Spenge zunächst mit einer ungewöhnlichen 4:2-Deckung und Manndeckungen gegen Joel Huesmann sowie Johannes Ebbinghaus zu überraschen versuchte. Schnell wurde allerdings deutlich, dass nur eine Frage zu beantworten sein würde – nämlich die nach der Höhe des Sieges für den Gastgeber.
Ganz schnell hatte sich Spenge bis zur 13. Minute auf 7:1 abgesetzt und in dieser Anfangsphase sogar noch eine Reihe guter Chancen ausgelassen. Und spätestens beim 15:3 nach 22 Minuten war klar, dass Hahlen nicht über die Rolle eines Sparringspartners hinaus kommen würde. Den Gästen fehlte es einerseits am spielerischen Vermögen, um die Partie spannend zu gestalten, andererseits wirkte ihr Auftritt auch noch ausgesprochen lustlos und zusammenfassend sogar peinlich. Die Akteure des Tabellenzweiten konnten schalten und walten wie sie wollten. Und ob sie in Unter- oder Überzahl spielten, das machte gar keinen Unterschied.
Nach der 13-Tore-Führung zur Pause hatte Achim Frensing die Möglichkeit, munter durchzuwechseln. Während der leicht angeschlagene Stefan Dessin gar nicht ins Geschehen eingreifen musste, bekamen nun auch Dennis Czauderna und Till Orgel ihre Spielanteile und beteiligten sich am Trefferreigen. Dass irgendwann die Konzentration nachließ, ist einfach nur verständlich. "Ich bin entsetzt, dass wir in der zweiten Halbzeit nur Unentschieden gespielt haben", kommentierte Johannes Ebbinghaus nach der Partie. Als dem Spenger Trainer die Lässigkeiten in seinem Team zu viel wurden, nahm er n der 47. Minute beim Spielstand von 29:18 eine Auszeit. Frensing schaffte es, das Team wieder auf Kurs zu bringen – ganz schnell baute es den Vorsprung wieder bis auf 36:20 (56. Minute) aus. Und so wurde den TuS-Fans nur ein Wunsch nicht erfüllt, denn sie hatten auf 40 Treffer "ihrer" Mannschaft gehofft. Die gelangen nicht, und letztlich war das gleichgültig. Die Tordifferenz nämlich wird am Saisonende keine Bedeutung haben.