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28.11.2012
Glückliche Sieger und Gastgeber
REITEN: Dressur-Grand-Prix in Jöllenbeck erneut ein voller Erfolg
VON NORBERT HERBST

Siegerehrung | FOTOS: JENS SENFTNER

Bielefeld. Immer größer, immer schöner, immer besser - Jöllenbecks Dressur-Grand-Prix-Turnier macht sich. Volles Haus an allen drei Tagen, großer Sport und ein glücklicher Sieger. Johannes Rüben wiederholte seinen Grand-Prix-Vorjahressieg im Sattel seines mittlerweile 15-jährigen Hannoveraners Adventure mit 69,78 Prozent vor Nationenpreisreiter Christoph Koschel mit seiner Neuerwerbung Diamond Boy (69,64) und Prinzessin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein mit der eleganten Rappstute Fabienne (69,29).

"Nach Bielefeld komme ich immer gern", strahlte der Gewinner, der daheim im Aachener Dreiländereck in Würselen zusammen mit seinen Eltern einen Aufzucht- und Ausbildungsbetrieb bewirtschaftet. Dort besitzen die Rübens einen zehn Hektar großen Hof, auf dem 95 Pferde ihr Zuhause haben, unter anderem auch das Kraftpaket Adventure, mit dem Pferdewirt Johannes zum zweiten Male auf dem Hof Sonntag die goldene Siegerschleife einheimste. Für Familie Rüben war es bereits im fünften Jahr der dritte Grand-Prix-Erfolg, nachdem Mutter Susanne 2008 den Auftakt-Grand-Prix für sich entscheiden konnte.

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Bielefeld ist in der Tat ein lohnendes Pflaster für die Reiterfamilie aus dem Rheinland. Vier Pferde hatte sie mit auf den Hof Sonntag gebracht. Am Ende standen neben dem Erfolg in der Hauptprüfung auch ein Sieg und ein zweiter Platz in der Klasse M von Lebensgefährtin Dagmar Lesniewski. Da wundert es nicht, dass dem 30-jährigen Sieger, dessen Traum ein internationaler Einsatz ist, nicht nur "die familiäre Atmosphäre auf dem Hof Sonntag" so sehr gefällt.


Richter Klaus Harms (Bünde) hätte sich allerdings die für Steinhagen startende Nathalie zu Sayn-Wittgenstein als Siegerin gewünscht. Im Gegensatz zu seinen Richterkollegen Michael Settertobulte und Heinz-Holger Lammers hatte er die Prinzessin mit der Rappstute Fabienne vorn gesehen. Sein Votum reichte nicht, doch er trug\'s mit Fassung. "Diesmal wurde ich überstimmt. Ich hatte mich für die Eleganz und das Ästhetische entschieden, meine Kollegen für das Kraftpaket Adventure."

Überglücklich über "unser bisher bestes Turnier" war Macher Martin Sonntag. Er versprach, weiter Gas zu geben. Am Konzept, gleichsam ein Turnier für die Region und für den Spitzensport zu veranstalten, will und werde man festhalten, so Sonntag. Allerdings wird die mittelschwere Tour zukünftig wohl auf Reiter der Region begrenzt werden. So will Sonntag mehr Freiraum für die nationale Spitze erhalten. Mit Olympiareitern wie Nathalie zu Sayn-Wittgenstein und Emma Kanerva sowie dem WM-Teilnehmer Christoph Koschel konnte das Bielefelder Grand-Prix-Turnier zwar punkten, doch Isabell Werth und Ingrid Klimke, die ebenso genannt hatten wie Dorothee Schneider, wären weitere Sterne am Dressurhimmel der Leinenstadt gewesen. "Wir werden daran arbeiten, noch mehr Glanzlichter zu setzen", versprach Martin Sonntag. Keine Frage, das Turnier hat es verdient.



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