Sonnabend, 26.05.2012
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05.01.2012
Die Beste in Westfalen
MEDIENPREIS-VORSCHLAG 2: Lisa Huep vom RV "von Lützow" Herford
VON YVONNE GOTTSCHLICH

Zwei, die sich gerne haben | FOTO: NW

Herford. Die erfolgreichsten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Jahres 2011 werden am Freitag, 20. Januar, bei der Sportgala des Stadtsportverbandes im Stadtpark Schützenhof geehrt. Neue Westfälische und Radio Herford stiften wie in den drei vergangenen Jahren den Medienpreis.

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Hier geht's zur Abstimmung

Die Leser der Neuen Westfälischen und die Hörer von Radio Herford entscheiden, wer diesen Preis bekommen soll. Abgestimmt wird im Internet unter www.nw-news.de/sportgala.

Nominiert worden ist Lisa Huep, Springreiterin des Reit- und Fahrvereins "von Lützow" Herford. Sie gewann im Sattel von Pico’s Boy die Westfalenmeisterschaft der Jungen Reiter.

Dreimal war sie schon bei den Westfälischen Meisterschaften mit von der Partie, im Jahr 2011 hat sie es an die Spitze geschafft. Lisa Huep grüßt als neue Westfalenmeisterin der Springreiter in der Altersgruppe der Jungen Reiter. Mit ihrem zehnjährigen Pferd "Piko’s Boy" gewann sie in Riesenbeck das S-Springen. "Das war das erste S-Springen, das "Piko’s Boy" gewonnen hat, freut sich die BWL-Studentin auch ein halbes Jahr später immer noch. Souverän setzte sich die Herforderin in Riesenbeck durch. "Das war schon der Höhepunkt" schaut sie gerne auf das vergangene Jahr zurück, dabei feierte die 21-jährige noch zahlreiche weitere Siege. "Die Saison 2011 ist eigentlich gut gelaufen. Allerdings hatte ich gerade in der Zeit vor den Westfälischen Meisterschaften ein bisschen Pech und Fehler, die nicht hätten sein müssen", sagt sie. Bei den "Westfälischen" lief es dann umso besser.

Lisa Huep lernte das Reiten bei Lars Meyer zu Bexten, der sie lange trainierte. "Lars hat mir viel beigebracht, ich habe oft zusammen mit Miriam Schneider trainiert", so Huep. Die 21-Jährige, die in Bielefeld BWL studiert, wird jetzt von ihrem Freund Felix Schneider begleitet. Mit ihm zusammen bildete sie ihre Pferde aus und trainiert fleißig, so dass mit weiteren Erfolgen zu rechnen ist.

Seit drei Monaten wohnen Lisa Huep und Felix Schneider in Hanau bei Frankfurt. "Ich mache dort ein Praktikum bei einer großen Firma. Die hat zwar nichts mit Pferden zu tun, aber trotzdem kann ich dort viel lernen", berichtet Huep gut gelaunt. "Ich darf in alle Bereiche ’reinschnuppern, der kaufmännische Bereich hilft mir dann doch wieder bei den Pferden, wenn ich sie verkaufe", freut sie sich über den Doppeleffekt.

Huep und Schneider haben auf einem Hof zehn Pferdeboxen angemietet und kümmern sich zusammen um die Vierbeiner. Während Lisa ihr Praktikum absolviert, geht Felix der Ausbildung als Bereiter nach. "Wir ergänzen uns hervorragend", strahlt Lisa Huep. Einen Tag in der Woche hat jeder frei, "dann kümmert sich der andere um alle Pferde", beschreibt sie die praktische Arbeitsaufteilung. Zeit für Partys bleibt da nicht. "Das Frankfurter Nachtleben haben wir noch nicht kennengelernt. Aber wir sind ja noch drei Monate hier, vielleicht schaffen wir es dann doch noch mal", sagt Lisa Huep mit einem Schmunzeln.

Wenn sie nachmittags aus dem Büro kommt, geht es direkt in den Stall. Dort warten dann neben "Piko’s Boy" auch noch "Wimbledon", "Classic Fashion" und "Cristobal". Mit den ersten drei Pferden geht es dann fast jedes Wochenende zum Turnier. "Wir haben schon einige Kilometer gemacht", schmunzelt sie. "Zwei Stunden Fahrzeit sind hier nichts."

Doch meist lohnte sich die Fahrerei. In Neuenkirchen war Lisa Huep genauso platziert wie bei den Turnieren unter anderem in Warstein und Guxhagen-Dörnhagen. Im vergangenen Jahr startete sie bei mehr als 25 Turnieren. "Nicht jedes war ein Zwei-Sterne- S-Springen, da die Ausbildung der Pferde im Vordergrund steht", erklärt sie. Dennoch ist sie zufrieden: "Ich war sehr oft in den S-Springen platziert." Hinzu kam, dass sie dreimal so viele Punkte in der Cup-Serie der U-25-Prüfungen sammelte. "Das ist eine Serie für junge Reiter, 2010 hatte ich da rund 3.000 Punkte, im letzten Jahre waren es über 10.000 Punkte", erklärt sie ein wenig stolz. So wurde sie beim European-Youngster-Cup in Dortmund, einem internationalen S-Springen für talentierten Nachwuchs, Vierte.

Noch bis März ist die amtierende Westfalenmeisterin in Hessen, dann kommt sie zurück nach Herford und setzt in Bielefeld ihr Studium fort. Zu Weihnachten besucht sie in Herford ihre Familie, doch nur kurz, dann ging es zurück gen Süden, wo ihre Pferde auf sie warteten.



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