Herford. Die erfolgreichsten Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Jahres 2011 werden am Freitag, 20. Januar, bei der Sportgala des Stadtsportverbandes im Stadtpark Schützenhof geehrt. Neue Westfälische und Radio Herford stiften wie in den drei vergangenen Jahren den Medienpreis.
Die Leser der Neuen Westfälischen und die Hörer von Radio Herford entscheiden, wer diesen Preis bekommen soll.
Unser sechster Vorschlag sind die Tennis-Damen der Altersklasse 60+ des TC Herford. Das Team schaffte im Sommer 2011 die westfälische Mannschaftsmeisterschaft und stieg von der Westfalenliga in die Regionalliga auf. Die sechs Damen, die zur erfolgreichen Mannschaft gehören, verstehen sich blind. "Wir spielen seit zwölf Jahren in fast der gleichen Besetzung zusammen", sagt Mannschaftsführerin Christine Lindner, die zusammen mit Ulrike Winkler, Christine Fleckenstein, Lydia Ramspoth und Doris Eickhoff schon in jüngeren Altersklassen ein Team bildete, das von Erfolg zu Erfolg eilte.
Irgendwann kam dann Monika Landwehr dazu, die in Bielefeld wohnt und vorher viele Jahre in Hagen spielte. Schon in der Altersklasse Damen 55 wurde das TCH-Team in vier gemeinsamen Jahren dreimal Westfalenmeister. "Wir konnten damals aber nicht aufsteigen, weil die Westfalenliga die höchste Klasse war", sagt Christine Lindner.
Geschlossen wechselte dann die Mannschaft im Sommer 2011 in die Damen 60 und setzte auch in dieser Altersklasse ihren Siegeszug fort. In der Westfalenliga, Gruppe 1, gewannen die TCH-Damen alle Spiele deutlich; gegen Hammer SCV 5:1, gegen GW Hamm 6:0, bei SU Annen 4:2, bei RW Schwerte 6:0, gegen Halterner TC 6:0 und bei der Recklinghäuser TG 6:0. Im Endspiel um die Westfalenmeisterschaft trafen die Herforderinnen dann auf den Sieger der Gruppe 2, die TG Hüls. Auch diese Partie entschied der TC Herford klar für sich. Bereits nach den vier Einzeln führte der TCH uneinholbar mit 4:0, am Ende hieß es dann 5:1. "Damit ist uns gleich im ersten Anlauf bei den Damen 60 ein großer Erfolg gelungen", freut sich Mannschaftsführerin Lindner.
Wie überlegen die Herforder Frauen die Sommersaison bestritten, zeigt ein Blick in die Einzelbilanzen der Spielerinnen. Doris Eickhoff und Christine Lindner haben alle ihre sechs Einzel und Doppel gewonnen. Auch die Bilanzen von Monika Landwehr (4:1 im Einzel, 2:0 im Doppel), Lydia Ramspoth (5:1 im Einzel, kein Doppel), Christine Fleckenstein (4:1 im Einzel, 5:0 im Doppel) und Ulrike Winkler (kein Einzel, 5:0 im Doppel) sind mehr als positiv. Bemerkenswert ist, dass mit Monika Landwehr (69 Jahre) und Lydia Ramspoth (70) auch die ältesten im Team ihren jüngeren Gegnerinnen kaum eine Chance ließen.
Christine Lindner hebt den guten Mannschaftsgeist der TCH-Ladies hervor. "Wenn es im Match einer unserer Mannschaftskolleginnen einmal eng wird, stehen alle anderen am Rand und fiebern mit." Auch die gemeinsamen Trainingseinheiten am Dienstag (Doppel) und Freitag (Einzel) sind regelmäßig gut frequentiert.
Nun also Regionalliga. "Eine echte Herausforderung. Es sind zwei, drei Mannschaften dabei, gegen die wir wohl keine Chance haben werden. Gegen die restlichen Teams müssen wir dann möglichst gewinnen, wenn wir unser Ziel Mittelfeldplatz erreichen wollen", sagt Christine Lindner. Auswärtsspiele bestreitet das TCH-Team dann in Wuppertal, Leverkusen und in der Nachbarschaft beim TC BW Halle. Zu Gast auf der Tennisanlage im Waldfrieden sind dann Dortmund, Köln und Angertal. Saisonbeginn ist bereits am Samstag, 28. April, um 13 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Dortmunder TK RW. "Wir müssen in der Regionalliga gar nicht so viel weiter fahren als in der Westfalenliga", sagt Christine Lindner.
Dabei bleibt die Verantwortlichkeit für das sichere An- und Zurückkommen sozusagen in der Familie. Die Chauffeur-Dienste zu den Auswärtsspielen haben seit der Sommer-Saison 2011 die Ehemänner Peter Landwehr und Dietmar Ramspoth übernommen.