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23.01.2012
Spenge springt auf den dritten Platz
HANDBALL-OBERLIGA: 31:26-Sieg im zweiten Rückrundenspiel gestern beim Soester TV
VON DIRK KRÖGER

Getroffen | FOTO: EVA-LOTTE HEINE

Soest. "Die anderen Ergebnisse dürfen uns nicht interessieren, wir liegen immer noch vier Punkte hinter dem Ersten", sagte Achim Frensing, Trainer des Handball-Oberligisten TuS Spenge, nach dem 31:26 (14:14)-Sieg seiner Schützlinge gestern beim Soester TV und dem Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Die anderen Ergebnisse aber interessieren eben doch – vor allen Dingen, wenn Spenge gewinnt und so dafür sorgt, dass die Rückrunde noch enorm spannend werden kann. Genau danach sieht es momentan aus.

Auch in Soest hatte der letztjährige Drittligist im zweiten Durchgang seine besseren 30 Minuten. Aber immerhin befolgten die Spenger die Hoffnungen ihres Trainers, der vor der Partie gesagt hatte, dass ein Pausenrückstand – wie zuletzt fast immer – nicht zwingend notwendig sei.

Und so starteten die Gäste vor knapp 400 Zuschauern gut in die Partie, gingen schnell mit 4:1 und danach auch noch mit 7:5 in Führung, um dann aber einen kleinen "Bruch" im Spiel zu erleben: Soest machte enorm viel Tempo, traf gut und erzielte fünf Treffer zur eigenen 10:7-Führung in Folge. Achim Frensing reagierte, nahm eine Auszeit und ließ STV-Torjäger Max Loer durch Florian Bußmeyer in Positionsdeckung nehmen. Und diese Maßnahme fruchtete, denn in der Folge gestalteten die Gäste die Partie ausgeglichen und zur Pause hieß es Unentschieden.

Nach dem Seitenwechsel gelang Soest keine Führung mehr. "Wir haben vorn viele Sachen richtig gut gespielt und uns auch durch die aufkommende Hektik nicht aus dem Konzept bringen lassen", freute sich Achim Frensing über einen ganz starken Auftritt seiner Schützlinge im zweiten Durchgang, der klar von Spenge dominiert wurde.

Vor allem reagierten die Gäste hervorragend auf die erwarteten Deckungs-Variationen der Soester, die im Hinspiel übrigens noch einen Punkt aus Spenge entführt hatten. Selbst eine offene Manndeckung in den letzten drei Minuten überstand das Frensing-Team unbeschadet – und ohne Zeitstrafe. "Genau so sollte das sein", freute sich der Trainer, der seinerseits den Gegner in den letzten zehn Minuten der Partie überraschte, als er sein Team mit einer 6:0-Deckung spielen ließ – damit kam Soest überhaupt nicht klar, dadurch vergrößerte Spenge den Vorsprung entscheidend und kam so letztlich zum verdienten Sieg.

Übrigens: Spitzenreiter VfL Gladbeck gewann nur hauchdünn mit einem Tor Vorsprung in Riemke. "Das ist ärgerlich", kommentierte Achim Frensing – und machte deutlich, dass ihn die anderen Ergebnisse in der Oberliga eben doch interessieren. Alles andere wäre auch erstaunlich.



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