Höxter. Anncatrin Redder, Ute Walter und Lars Horstmeyer sind die herausragenden Springreiter des Turniers in Höxter. Die drei bestätigten jetzt eindrucksvoll ihre großen Erfolge, die sie bereits zum Saisonstart landeten.
Erstmals trat Anncatrin Redder nicht auf dem Pony, sondern auf dem Großpferd an. Und sie knüpfte wie selbstverständlich an ihre großen Erfolge an. Erst vor drei Wochen bei den Sudheimer Outdoors hatte die 14-jährige Klasse-Springreiterin aus Alhausen, die so lässig, selbstbewusst, gekonnt und fast routiniert ihre Pferde durch den Parcours lenkt, das Finale im Springförder-Cup gewonnen. Jetzt siegte sie zum Auftakt der neuen Serie zum Spring-Fördercup. Und mit was für einem riesigen Vorsprung. Anncatrin Redder erhielt 8,2 Punkte von den Wertungsrichtern im L-Stilspringen. Die so erfolgreiche Reiterin von der RSG Alhausen lobte ihr Pferd, die zwölfjährige Westfalenstute Gretl E: "Auf dem Abreiteplatz ist sie erst noch ziemlich hektisch, aber im Parcours ist die die Ruhe selbst." Gretl E gehört Gabriel Nübel aus Dalhausen - Anncatrin Redder stellt sie bei Turnieren vor. Ein starkes Duo.
Lars Horstmeyer vom RV Corveyer Land ritt auf seinem neunjährigen Westfalenwallach Condor mit der Wertnote 7,8 auf den zweiten Platz im Springfördercup. Der Finalzweite war zufrieden mit seinem Pferd: "Condor war sehr fleißig. Ein guter Ritt."
Janine Höhne aus Ahnatal wurde Dritte auf Xambiente mit 7,7 Punkten. Valerie Westbomke vom RV Corveyer Land auf Carlchen und Ina Pichel vom RV Nethegau auf ihrem siebenjährigen L’Espoir von Lancer III x Pilot-A-Stein teilten sich den vierten Platz mit Wertnote 7,6. "So können wir Junge Reiter fördern und den Reitsport unterstützen", erklärt Wolfgang Ansbach von der Volksbank-Paderborn-Höxter-Detmold, die diesen Cup initiiert und als Sponsor begleitet.
Einen großen Erfolg landete Lars Horstmeyer im Ein-Sterne-M-Springen, der Qualifikation zum Sparkassen-Cup. Er galoppierte auf Condor ohne Fehler durchs Stechen und sicherte sich in 44,72 Sekunden den zweiten Platz hinter Marcel Ernst vom RFV Schwaney. Der war, ebenfalls fehlerfrei, fast neun Sekunden schneller. Auf seinem zweiten Pferd, Logique, kam Lars Horstmeyer mit einem Abwurf auf den dritten Platz.
Ute Walter ritt auf ihrer acht Jahre alten, selbst gezogenen und selbst eingerittenen Schimmelstute Aemicita zum überlegenen Sieg im Ein-Sterne-M-Springen. Die Qualifikation zur begehrten Eon-Westfalen-Weser-Trophy. Mit null Fehlern in irre schnellen 57,91 Sekunden. Erst bei den Sudheimer Outdoors hatten die beiden vom RV Nethegau Brakel mit dem hervorragenden dritten Platz im S-Springen überzeugt. Auf Arpeggia, Aemicitas Vollschwester, ritt Ute Walter in Höxter noch auf den zweiten Platz - auch auf Arpeggia blieb sie fehlerfrei, war aber in 58,95 Sekunden langsamer. Hinter der Doppelsiegerin Ute Walter kam Georg Stratmann vom RFV Delbrück auf den dritten Platz auf Celanus Girl vor Martina Kirchhoff vom RV Brakel auf Caretina.
Heinrich Groddeck vom RV Bad Driburg war bester Dressurreiter aus dem Kreisreiterverband Höxter-Warburg beim Turnier in Höxter. Er ritt in beiden M-Dressuren jeweils auf den dritten Platz. Beide Male auf Werano CR, einmal mit Wertnote 7,2 und einmal mit 6,8 Punkten von den Wertungsrichtern.
Den Mannschaftswettkampf um die Kreis-Standarte gewann sicher und mit großem Vorsprung die RSG Eggeland Alhausen mit Rebecca Ohm auf Cassandra, Anne Zeppenfeld auf Don Divino, Angelika Rosenkranz auf Caspari, Josee-Marie Reitemeyer auf Cash and Go, Sandra Redder auf Florali, Anncatrin Redder auf Gretl E, Janina Brinkmöller auf Hilarius und Alina Härtl auf Nando.
Auf dem zweiten Platz bei der eigentlich prestigeträchtigen, aber dennoch von vielen Vereinen gemiedenen Prüfung, landeten die Gastgeber vom Reitverein Corveyer Land Höxter.
Sehr zufrieden äußerte sich Claudia Marschner, Vorsitzende des ausrichtenden Reitvereins Corveyer Land Höxter: "Wir haben fast 50 Prozent mehr Nennungen als im letzten Jahr. Dieses super Nennungsergebnis haben wir sicher auch dank der vielen attraktiven Prüfungen, speziell im Springen. Aber auch der neue Boden kommt sehr gut an bei den Reitern."