Bad Driburg. Das Abenteuer Zweite Tischtennis-Bundesliga wird beim TuS Bad Driburg immer mehr zur Familienunternehmung: Mit Katja Firat hat neben Elena Waggermayer eine weitere werdende Mutter ihren Platz im Team gefunden. NW- Mitarbeiter Sören Pauly sprach mit der Berliner Neu-Driburgerin.
Warum wollen Sie zum TuS Bad Driburg wechseln?
KATJA FIRAT: 3B Berlin zieht seine Mannschaft aus der Zweiten Bundesliga zurück und ich möchte weiterhin in dieser Liga spielen.
Wie und wann haben Sie mit dem Tischtennis begonnen? FIRAT: Ich spiele seit meinem sechsten Lebensjahr Tischtennis. Meine Mutter hat früher selbst aktiv an der Platte gestanden und war DDR-Meisterin. So hat meine Schwester, Marie Ollmer, angefangen und ich dann auch.
Wie war die abgelaufene Saison mit 3B Berlin in der Zweiten Liga? FIRAT: Gemischt. Die Hinserie habe ich richtig gut und positiv im unteren Paarkreuz gespielt. In der Rückserie erfolgte eine Umstellung vom Staffelleiter. Die Nummer zwei wurde an Nummer drei gesetzt und ich an Nummer zwei. Schon sehr lange wünschte ich mir mal im oberen Paarkreuz zu spielen. Ich habe trotz Schwangerschaft bis zum siebten Monat jedes Spiel mitmachen können, wenn auch am Ende mit Einschränkungen, weil ich nicht mehr so beweglich war. Hinzu kam noch, dass unsere Nummer eins Peng Peng sich in der Ersten Bundesligamannschaft festgespielt hat. Hinzu kam noch die Information, dass es in Berlin leider nur noch eine Erstligamannschaft geben wird. Also der Rückzug unseres Teams am Saisonende.
Was sind Ihre Ziele mit dem TuS Bad Driburg, wie lange planen Sie hier zu spielen?FIRAT: Ich freue mich auf diese Saison und die Zeit beim TuS. Mal schauen, ich hoffe, dass es etwas Längeres wird.
Mit Elena Waggermayer ist eine junge Mutter im Team. Wie glauben sie den Tischtennis Semi-Profisport und die Mutterrolle unter einen Hut bringen zu können? FIRAT: Mein Mann, ich habe im Februar geheiratet, will mich in den ersten Punktspielen unterstützen. Wenn ich noch das Baby stille, wird meine Mutter mitfahren. So kann ich mich dann professionell auf meine Spiele konzentrieren und weiß, mein Baby ist gut versorgt. Das ist schon zu schaffen.
Was sind Ihre Stärken im Tischtennis, was ihre Hobbies?FIRAT: Ich habe einen starken Vorhandtopspin und -schuss. Ich will aber natürlich nicht zu viel verraten. Ich habe noch einen kleinen Hund, einen Hamster. Meine Tiere sind auch eines meiner Hobbies. Ich koche und backe sehr gerne und treffe mich mit Familie und Freunden.
Was machen Sie oder haben Sie beruflich gemacht?FIRAT: Ich habe im Januar 2010 meine Ausbildung zur Ganzheitskosmetikerin erfolgreich abgeschlossen, worauf ich sehr stolz bin.
Ihre Mannschaftskollegin Jennifer Schmidt hat vor Wochen beim TuS zugesagt. Hat das Ihre Entscheidung beeinflusst? FIRAT: Ich freue mich, dass Jennifer auch beim TuS spielen wird. Wir werden auch gemeinsam zu den Spielen fahren.
Wird die Mannschaft in Bad Driburg gemeinsam trainieren?FIRAT: Das weiß ich noch nicht. Aber klar, wenn es die Zeit zulässt, komme ich gerne auch vor den Spielen zum Training nach Bad Driburg.
Was wissen Sie über den TuS, ihre Mannschaftskolleginnen und was wünschen Sie sich für die Saison?FIRAT: Ich weiß, dass Bad Driburg schon über ein Jahrzehnt Erste Bundesliga gespielt hat und jetzt Zweite Bundesliga spielen wird. Ziel des Vereins ist es, oben und gutes Tischtennis zu spielen, auch für Sponsoren und Fans. Aus der Mannschaft kenne ich bisher nur Jennifer, aber das wird sich ja bald ändern. Ich bin sehr herzlich willkommen geheißen worden vom Management. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich wünsche mir nach der Entbindung im August, dass ich schnell fit werde und mit Punkten zu einer guten Saison beitragen kann.