Bergheim. Mit einem Kraftakt im zweiten Durchgang hat der SV Bergheim gegen den direkten Konkurrenten TuS Amelunxen den Sturz auf einen Abstiegsplatz in der Kreisliga A verhindert. Nach 0:2-Pausenrückstand erreichte die Elf von Trainerduo Olaf Renner/ Michael Wöstefeld am Ende noch ein verdientes 2:2. Amelunxen hingegen verpasste vorerst den Platztausch mit Bergheim und damit das rettende Ufer.
Das Spiel war gerade 16 Minuten alt, da gingen die Gäste aus Amelunxen in Führung. Nach Freistoß Tim Wehde steht Kapitän Jan-Otto Hake am langen Pfosten völlig frei und nickt ein. Bergheim wurde kalt erwischt und fiel im weiteren Verlauf auch nicht allzu viel ein. Amelunxen hingegen stand hinten sicher und deutete immer wieder seine Gefährlichkeit bei Kontern an. Einer dieser Konter führte dann auch zum zweiten Treffer: Ausgangspunkt war ein Abschlag von Keeper Manuel Struck, es folgte eine Flanke von Alexander Schrainer, Bergheims Schlussmann Marcel Schiller verschätzt sich und Christoph Uebensee bedankt sich mit dem 2:0 für den TuS (42.). Die ganze Geschichte verlief für Amelunxen in äußerst beruhigenden Bahnen, zumal Bergheim im ersten Durchgang fast ausschließlich durch Flanken ins Toraus oder Freistöße in die dunklen Wolken auffällig wurde - der SVB hatte sich vor dem Seitenwechsel den Abstiegsplatz mehr als verdient.
Umso überraschender, dass bereits nach 8 Minuten in der zweiten Hälfte der Anschlusstreffer fiel. Nach Freistoß landet der Ball bei Alexander Ewald, der im Strafraum am schnellsten reagiert und einschießt - es war die erste nennenswerte Offensivaktion der Bergheimer. Der direkte Gegenzug eröffnete Schrainer dann die Chance auf den alten Toreabstand - doch erst scheitert er freistehend an Schiller, den Nachschuss setzt er drüber. Eine dicke Gelegenheit, die dem TuS noch weh tun sollte.
Überhaupt hatte Amelunxen nach dem Pausentee den Faden so ziemlich verloren, wenngleich dem Team von Dieter Suermann nach 76 Minuten ein klarer Foulelfmeter verweigert wurde. Aber Bergheim drückte insgesamt mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr auf den Ausgleich.
Und dann kam, was kommen musste: Erneut gab es Freistoß für Bergheim, und die Bälle, die in der ersten Halbzeit noch an Freund und Feind vorbei ins Toraus segelten, erreichten nun ihre Adressaten - diesmal hieß dieser Andreas Relzow, und nach 84 Minuten stand es 2:2. Das war zugleich auch der Endstand in einem Spiel, das Amelunxen unverständlicherweise aus der Hand gab.
Bergheim: Schiller, Vandieken, T. Bilitz (46. Relzow), Ewald, Renner, Meyer, P. Bilitz (67. Zöllner), Birkenfeld (67. Tölle), Esche, Versen, Weber
Amelunxen: Struck, Wehde (62. M. Hake), Ramovic, Trauer, Knaup, J. Hake, Uebensee (77. Scherding), Suermann, Schrainer, Loges, Brückner
Tore: 0:1 J. Hake (16.), 0:2 Uebensee (42.), 1:2 Ewald (53.), 2:2 Relzow (84.)
Schiedsrichter: Pölert (Detmold)