Warburger Land (nico). Borgentreich II schlägt den TuS Willebadessen mit 2:0. Mit diesem Ergebnis hatte vor dem dritten Spieltag der Warburger A-Liga wirklich niemand rechnen können. Damit, dass die "Erste" den Erfolg der Reserve mit einem Sieg über den FC Westheim/O. veredeln würde, schon eher.
Doch es war haarscharf. Erst in der letzten Minute erlöste Goalgetter Tobias Cloidt seine Mannschaft mit dem entscheidenden 4:3 nach turbulentem Spielverlauf. "Nach einer absolut souveränen ersten Hälfte haben wir nach der Pause völlig den Faden verloren", war sich VfR-Coach Günter Spieker über die Gründe des kollektiven Tiefschlafs im zweiten Durchgang noch unsicher.
Weniger spannend machte es die "Zweite" bei ihrem Aufeinandertreffen mit dem TuS Willebadessen, immerhin dem Tabellenführer nach dem ersten Spieltag. Für Spielertrainer Matthias Wegener wäre bei einer konsequenteren Chancenauswertung sogar noch ein höherer Sieg gegen den Favoriten drin gewesen. Dennoch schob sich die Reserve auf einen Nichtabstiegsplatz nach vorn, vom sonntäglichen Gegner aus Willebadessen nur getrennt durch das schlechtere Torverhältnis.
Dabei musste die "Zweite" kaum Anleihen aus der ersten Mannschaft nehmen. "Ziel ist, dass beide Teams mit ihrem jeweiligen Kader zurecht kommen", betont Günter Spieker. So half einzig Lorenz Sökefeld bei der "Zweiten" aus. Jedoch ist es nicht auszuschließen, dass weitere Spieler wie Sebastian Krull immer mal das Trikot tauschen. Dementsprechend stellt Spieker klar: "Der Aufstieg meiner Mannschaft ist zwar unser großes Ziel; darunter soll aber die zweite Mannschaft nicht leiden, da der Nichtabstieg fast ebenso zählt".
Trotz des makellosen Saisonstarts seiner Elf ist Spieker, der aufgrund vieler Verletzter in der Saisonvorbereitung einen holprigen Saisonstart voraussagte, nicht vollauf zufrieden. Gerade bei den knappen Siegen zuletzt in Herbram und gegen Westheim/O. offenbarte das junge Team noch Schwächen. Soll der Aufstieg gelingen, müssen diese in jedem Fall abgestellt werden, spätestens, wenn es gegen Hochkaräter wie PEL oder auch Scherfede/R. geht. Beim nächsten Schritt Richtung Meisterschaft muss der VfR auf dem Ascheplatz des FC Siddessen antreten, einer Mannschaft, die gerade nach dem guten Saisonstart nicht zu unterschätzen ist.
So reichte Reinhard Bobberts Mannen am Sonntag in Bonenburg eine gute Halbzeit schon zum Sieg. Bereits Scherfede/R. erlitt beim 3:3 zum Saisonauftakt gegen den FC einen nicht einkalkulierten Punktverlust. Trotzdem bleibt Trainer Bobbert realistisch: " Für uns geht es weiterhin nur um den Nichtabstieg". Insbesondere über Standards ist seine Mannschaft gefährlich. Darauf muss die Spieker-Elf gefasst sein, will man den an der Tabellenspitze thronenden und bisher auch souveräneren FC PEL überflügeln.