REITEN: Springpferdeprüfungen für Vier- bis Sechsjährige beim RV St. Georg Diemeltal
Germete. Nach dem perfekten Start im vergangenen Jahr hat der Reitverein St. Georg Diemeltal auch bei dem aktuellen Sommerturnier den gelungenen Auftakt gestern mit den jungen Springpferden gemacht. Mehr als dreihundert Meldungen liefen durch die Computer des bewährten Teams vom Reitverein.
"Damit liegen wir sogar leicht über den Zahlen von 2009", freut sich Herbert Leifert über die große Akzeptanz bei den Reitern. Er steht am Parcours und blickt zufrieden auf das Springpotential der Zukunft. Wenn auch nicht immer alles so rund wirkt und perfekt läuft wie der 8,6-Punkte Ritt von Starbucks unter Katharina Albersmeier (RV St. Georg Diemeltal) in der Springpferdeprüfung Klasse L: "Starbucks ist einfach ein toller Vierjähriger, dies war erst sein zweiter Start in einer L-Prüfung", freut sich Albersmeier über diesen Sieg, dem ein dritter Platz (8,1) von Starbucks in der Klasse A voraus ging.
Unsicherheit und Nervosität ob des ungewohnten Umfeldes fordern ihren Tribut bei einigen Starts, Stangen fallen, Sprünge werden verweigert. Diese Fehler führen zur Abwertung der Note, das Hauptaugenmerk der Richter liegt jedoch in der Beurteilung des Springvermögens und der Rittigkeit des Jungpferdes. Ist der Abdruck am Hindernis gut und werden die Vorderbeine gut angewinkelt?
Das sind nur zwei von unzähligen Merkmalen, nach welchen der Richterblick wertet. "Gut und sensibel von seinem Reiter vorgestellt, hat das Pferd die Chance, konstant sein Vermögen im Parcours zu zeigen", macht Richter Carl-Ludwig Brinkmann deutlich, dass auch das reiterliche Können einfließt, auch wenn die Leistung des Pferdes die Bewertungsgrundlage bildet.
In der Springpferdeprüfung der Klasse A ist die Stute Lavendel unter Vera Risse vom Reitverein Warburger Land zweimal erfolgreich. In beiden Springpferdeprüfungen der Klasse A verlässt Lavendel mit der Wertnote 8,0 den Parcours, erreicht so einen ersten und einen zweiten Platz. "Hier können wir die ersten Schritte in Richtung Turnierroutine machen", erläutert Herbert Bolse aus Großeneder, was die Reiter bewegt, an einem Donnerstag auf ein Turnier zu ziehen: "Man hat sonst kaum die Gelegenheit, mit dem selben Pferd zweimal an einem Tag in einem Parcours starten zu können."
Den jungen, noch turnierunerfahrenen Springpferden soll ein entspannter Einstieg in die Turniere ermöglicht werden. Darauf ist der Tag ausgerichtet, die Musik ist eher gedämpft, der Parcours speziell auf sie abgestimmt. "Die Höhe ist moderat und wir haben keine engen Wendungen", beschreibt Holger Hellinge die Besonderheiten im Parcoursbau für die Jungpferde. Gemeinsam mit Michael Neusässer hat er Planung und Bau der Hindernisse in die Hand genommen.
Die Wege zwischen den Hindernissen werden lang gehalten, um den Richtern eine Augenscheinnahme zu erleichtern. "Wir wollen, dass die jungen und talentierten Springpferde im Parcours positive Erfahrungen sammeln."