Bad Oeynhausen/Löhne-Mennighüffen. Wenn Handball-Bezirksligist VfL Mennighüffen II nicht bald Punkte holt, dann sieht es für die Mannschaft von Trainer Markus Behning zappenduster aus. Es sind zwar nur zwei Zähler bis zum rettenden Ufer, aber die zuletzt gezeigten Leistungen sind Besorgnis erregend.
Zuerst verloren die Mennighüffener das wichtige Kellerduell in Blomberg-Lippe, und zwar deutlich mit 23:31. In diesem Spiel rastete Marcel Flechtner aus und fing sich kurz vor Ende der Partie einen Ausschluss ein. Staffelleiter Friedhelm Krietemeyer verhängte nach einigen Anhörungen die höchste, ihm mögliche Strafe - Sperre von sechs Meisterschaftsspielen, längstens aber zwei Monate. Somit landet der Fall nicht vor der Spruchkammer, es sei denn Mennighüffen widerspricht dem Urteil. Damit ist für Flechtner die Saison gelaufen, denn sie hat nur noch sechs Spieltage und endet am 8./9. Mai. Damit nicht genug. Am vergangenen Wochenende blamierte sich der VfL gegen LiT Handball Nordhemmern/Mindenerwald III, weil die Gäste mit einer Rumpftruppe anreisten und die Mennighüffener mit Umman Kurt, André Torge und Timo Kenschner dennoch in Grund und Boden spielten. 28:36 hieß es am Ende.
Auch in diesem Spiel rastete ein Mennighüffener aus. Diesmal war es Torwart Tobias Finke, der mit dem Schlusspfiff zuerst den Torpfosten malträtierte, dann einen Metallschrank mit der Faust bearbeitete und die Halbzeit-Ansprache seines Trainers schwänzte. Am Dienstag meldete sich Finke vom Training ab und entzog sich somit dem Vier-Augen-Gespräch mit seinem Coach. "Das werde ich so nicht hinnehmen. Man kann verlieren, aber so darf man sich nicht präsentieren. Gerade jemand, der in der kommenden Saison in der 1.Mannschaft spielen soll, sollte sich vorbildlicher den jüngeren Sportlern gegenüber zeigen", sagt Markus Behning. Sportlich gesehen glaubt der VfL-Trainer noch an den Klassenerhalt. "Es entspricht nicht meinem Naturell, schnell aufzugeben".






