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30.08.2010
Volles Haus und tolle Stimmung
Mennighüffener Mammutveranstaltung lockt viele Besucher an / 90 Teams und 150 Helfer im Einsatz
VON BENJAMIN BÜSCHENFELD

So geht’s

Löhne-Mennighüffen. Am Freitagnachmittag um 17 Uhr fiel der offizielle Startschuss für die 5. Auflage des 44,44-Stunden-Wahnsinns beim VfL Mennighüffen. Rund um die Uhr wurde von dort ab in der Mennighüffener Sporthalle Handball gespielt.

Den Auftakt machten die Minis des VfL Mennighüffen gegen die Minikicker der Fußballer des VfL Mennighüffen. Am Freitagabend gab es dann das erste Ortsderby der Fußballer. Der VfL Mennighüffen III stand Juventus Löhne I gegenüber. Wenn es um Fußball gegangen wäre, wäre es ein hitziges Derby geworden. Da am Freitagabend aber der Spaß im Vordergrund stand, lief alles ruhig ab. Um kurz vor 23 Uhr lieferten sich die Fußballer der 1. Mannschaft des VfL Mennighüffen und der SV Löhne Obernbeck ein heißes Spiel. Das Ortsderby entschieden die VfLer mit 18:15 für sich. Hallensprecher Ralf Isemann kurz nach dem Anpfiff: "Und bitte immer schön dran denken – das ist hier heute Abend kein Fußball!".

Da Handball rund um die Uhr auf dem Programm stand, ging es die ganze Nacht durch. Am Samstagmorgen um kurz nach vier spielten die "Fantastischen 4" gegen die Firma Schimmelpfennig. Auch zu dieser Zeit spielten die Aktiven nicht vor leeren Rängen. "Egal um welche Uhrzeit, es waren immer Zuschauer in der Sporthalle", bericht Arndt Viering, der dem Organisationsteam angehört.

Für die Veranstalter begannen die Planungen bereits im März. "Zum Schluss haben wir uns wöchentlich jeden Montag getroffen", so Ramona Alhorn. So ein Turnier über mehr als 44 Stunden mit fast 90 Mannschaften zu organisieren, bedeute verdammt viel Arbeit betonte Arndt Viering und "ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer wäre so etwas gar nicht machbar". Über das Wochenende verteilt waren rund 150 Ehrenamtliche im Einsatz, die die Dienste in der Bratwurstbude oder an der Theke versahen. Natürlich dürfen auch die Schiedsrichter nicht fehlen, die zum Teil die ganze Nacht gepfiffen haben.

Einer davon ist Eckhard Hüske. Bereits seit Freitag ab 15 Uhr war der 45-jährige Werkzeugmacher im Einsatz. Erst der Aufbau, dann als Schiedsrichter und später zum Feiern. Die Nacht zum Samstag hat er durchgemacht und ist am frühen Morgen immer noch fit. "Ich hätte gerne die drei Tage durchgemacht", so Hüske. Aber irgendwann hat dann doch die Müdigkeit gesiegt.

Neben dem sportlichen Programm wurde den zahlreichen Zuschauern ein interessantes Rahmenprogramm geboten. Am Freitagabend sorgte DJ Willi Küppers, der früher im Café Royal auflegte, bei der Oldie-Night mit Songs von damals für gute Stimmung. Ein weiterer Höhepunkt war das Bierkrugrutschen am Samstagnachmittag und die Disco mit ProSound am Samstagabend, die trotz des schlechten Wetters gut besucht war. Am Sonntagmorgen sorgte die Cover-Band "Second Winds" mit Titeln wie "Sweet Home Alabama" für gute Stimmung beim Frühschoppen.

Am Schluss waren die Mit-Organisatoren Volker Bekemeier, Karl-Heinz Steinmeier, Ramona Alhorn und Arndt Viering mit dem Verlauf sehr zufrieden. Zwar wäre das Wetter im vergangenen Jahr deutlich besser gewesen, aber das schlechte Wetter hätte die Zuschauer nicht davon abgehalten in die Sporthalle zu kommen.


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