FUSSBALL-KREISLIGA A, MI: Am Sonntag das Duell der meist genannten Titelanwärter auf der Insel
Bad Oeynhausen. Bereits früh in der Saison der Fußball-Kreisliga A Minden kommt es zum überall mit Spannung erwarteten Kräftemessen der am häufigsten genannten Titelaspiranten: Die Rot-Weißen aus Rehme erwarten am Sonntag auf der "Insel" den SuS Wulferdingsen. Aber vor diesem Gipfeltreffen stehen zwei noch ganz wichtige Partien am heutigen Freitag im Terminplan. Die Rehmer reisen zu Aufsteiger Türk SV Minden und die "Wölfe" möchten den SV Bölhorst/Häverstädt kräftig beißen.
Allerdings steht heute auf dem Speiseplan im Wulferdingsener "Loch" eine ganz harte Nuss, an der sich der SuS durchaus den Magen verderben könnte. "Der SV Bölhorst/Häverstädt gehört für mich auch zu den Meisterschaftsanwärtern", spricht "Wölfe"-Trainer mit Respekt vor dem Gegner, der seine bisherigen zwei Partien gewann und als einziges Team in der Liga noch keinen Gegentreffer kassierte (5:0 Tore).
"Ich habe die einmal beobachtet. Die sind griffig, zweikampfstark, spielen sehr mannschaftsdienlich und ein hohes Tempo. Da müssen wir höllisch aufpassen, denen nichts ins offene Messer zu laufen. Ich habe vor Bölhorst genau so viel Respekt wie vor Rehme. Diese beiden Partie sind für uns richtungsweisend", sagt Gerd Hartmann.
Bei seinem Team (ein Sieg gegen Volmerdingsen, eine Niederlage in Windheim) läuft es noch nicht rund, haben die "Wölfe" noch nicht ihren Rhythmus gefunden. Einige Leistungsträger sind noch nicht bei hundert Prozent. Im Kreispokal gegen Hausberge wurden einige Stammkräfte mit Blick auf diese beiden wichtigen Partien geschont, verkaufte sich das B-Team gegen den Bezirksligisten aber sehr gut. Da standen einige Akteure aus der sogenannten "zweiten Reihe" auf dem Platz, die den Arrivierten vielleicht Feuer unterm Hintern machen könnten.
Elf Tore, drei Siege, neun Punkte, Platz 1: Für den Mindener Fußball-A-Ligisten Rot-Weiß Rehme lief der Saisonstart 2010/2011 wie geschnitten Brot. Spielerisch den Gegnern Döhren (3:1), TuSBO (5:1) und Kutenhausen/Todtenhausen II (3:1) teilweise haushoch überlegen, knüpften die Rehmer phasenweise an die starke Hinrunde 2009/2010 an.
Die Rot-Weißen rollen. Seit vergangenen Samstag zurück aus dem Urlaub, kann Trainer Torsten Kröger, der von Jörg Grumbach vertreten wurde, vorsichtig eine erste kleine Bilanz ziehen. Am Sonntag stand er beim 3:1 wieder an der Seitenlinie. Abgesprochen hat er sich zu 100 Prozent mit Jörg Grumbach, da Kröger erst 24 Stunden vor dem Spiel wieder in Bad Oeynhausen war.
"Das war natürlich eine super Geschichte. Die Mannschaft hat die Spiele offensiv angelegt und verdient gewonnen. Aber es ist natürlich noch viel zu früh, von mehr zu reden. Das wäre Blödsinn. Wir schauen jetzt auf das Freitag-Spiel und dann auf das Highlight gegen Wulferdingsen am Sonntag", blickt Torsten Kröger auf die nächsten zwei Spiele. Da Kröger eine Hand-Operation hinter sich hat, weiß er noch nicht, ob er am Freitag schon wieder vor Ort sein kann oder ob Grumbach noch mal ran muss. Der kleine Finger wird derzeit von zwei Schrauben zusammengehalten.
Mit der Entwicklung des Teams ist Kröger sehr zufrieden: "Es hat sich gezeigt, dass wir gut zuammen spielen können, aber es wird sich zeigen, wie wir mit einer ersten Niederlage umzugehen wissen. Zum Fußball gehören nun mal Höhen und Tiefen", weiß er und mahnt zugleich. Aber die aktuelle Bestandsaufnahme gefällt dem Trainer: "Das ist was Schönes, das spornt an." Die Offensive läuft rund und die Angreifer und offensiven Mittelfeldakteure treffen: Julian Hartmann hat schon drei Tore auf dem Konto.
Christian Kulynycz, der in Kutenhausen 65 Minuten durchhielt, schoss auch schon zwei Treffer bei kurzer Einsatzzeit. Die Brüder Serkan und Volkan Ünal kommen auch auf jeweils zwei Tore, Andreas Mattern und Sergio da Silva Martins trafen jeweils einmal. Elf Tore in drei Partien sind ein sehr guter Schnitt.