Espelkamp (lb). Das zweite Jahr in einer neuen Liga ist für einen Aufsteiger laut Fußball-Experten immer das schwierigste . Doch dass die Espelkamper A-Junioren überhaupt noch ein zweites Jahr in der Westfalenliga spielen dürfen, haben sie RW Ahlen zu verdanken. Denn die Ahlener schlugen am letzten Spieltag der vergangenen RW Essen und verhinderten somit ihren Abstieg aus der Bundesliga. Auf Grund dieser glücklichen Situation stieg nur der Tabellenletzte der Westfalenliga ab.
Trainer Jörg Rodewald ließ seit dem 20. Juli sechsmal pro Woche trainieren. Für diese Einheiten stehen ihm mit Salem Memic (FC Gütersloh), Maurice Krüger (SV Kutenhausen-Todtenhausen) und Leonard Pieper (TuS Gehlenbeck) neben den Spielern aus dem Aufgebot der eigenen B-Junioren drei externe Neuzugänge zur Verfügung.
Der erste Spieltag ist für den 30.. August angesetzt, und bis dahin hatte Trainer Rodewald viel Arbeit zu erledigen. Das umso mehr, weil mit Neuzugang Salem Memic und dem Offensivspieler Maximilian Appels zwei wichtige Stützen der Espelkamper Mannschaft verletzungsbedingt zum Saisonauftakt gegen Eintracht Dortmund fehlen werden.
In den bisherigen Vorbereitungsspielen zeigte die neuformierte Mannschaft einige ansprechende Leistungen, doch was dem Westfalenligisten bisher fehlte, war die Konstanz. Bestes Beispiel hierfür ist die Niederlage im Spiel gegen die U-17 von Arminia Bielefeld, wo man nach einer 2:0-Führung noch vier Gegentreffer innerhalb einer halben Stunde kassierte. Da das Arbeiten mit der Viererkette für den Großteil der Mannschaft absolutes Neuland ist, liegt einer der Schwerpunkte von Rodewald während der Trainingseinheiten in der taktischen Schulung und der Ausrichtung auf dieses System.
Für die nötige Abwechslung im Training sorgt mit Carsten Dick ein Sportwissenschaftler aus Hannover, der zweimal pro Monat mit der Mannschaft in den Bereichen Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer arbeitet.
Auch in diesem Jahr gibt es für den Nachwuchs aus Espelkamp nur ein Ziel - und das ist, wie schon in der vergangenen Saison, der Klassenerhalt. Doch in dieser Spielzeit wollen die Schützlinge von Jörg Rodewald nicht wieder bis über den letzten Spieltag hinaus zittern müssen, sondern den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen - und nach Möglichkeit frühzeitig.
"Das wird allerdings eine schwere Angelegenheit", weiß Jörg Rodewald. Doch er stellt sich dieser vermeintlich schweren Aufgabe, wenngleich er bei seinem jungen Team um Nachsicht bittet, falls es nicht gleich wie erhofft laufen sollte.