HANDBALL TuS N-Lübbecke feiert mit 3.000 Zuschauern Heimsieg gegen Rhein-Neckar Löwen
Lübbecke (pla/wib). Das Beste sparte sich der TuS N-Lübbecke bis zum Schluss auf. Der Bundesligist besiegte gestern den Champions League-Kandidaten Rhein-Neckar Löwen verdient mit 31:26 (16:10). 3.000 Zuschauer sorgten dabei vor allem in der Schlussphase für Gänsehautstimmung in der Merkur-Arena. "Ein grandioser Jahresabschluss", brachte es Geschäftsführer Uwe Kölling auf den Punkt.
"Das war klar unsere beste Saisonleistung. Wir hatten mit Nikola Blazicko einen überragenden Torwart und haben unglaublich gut gespielt. Ich wünsche mir immer solch eine Stimmung in der Halle. Das war die Hölle für den Gegner", sagte Trainer Patrik Liljestrand und freute sich sichtlich über die gute Vorstellung.
Bereits beim Mannschaftskreis direkt vor Spielbeginn demonstrierte der TuS N-Lübbecke - angespornt von Alexandros Alvanos - seine Entschlossenheit und brachte dabei Artur Siodmiak ins Stolpern. Nach dem Anpfiff stand der Abwehrchef jedoch wie seine Nebenleute sicher. Zudem steigerte sich Nikola Blazicko zum großen Rückhalt. Der Angriff hatte außerdem eine sagenhaft gute Quote und sorgte über 4:1 bzw. 11:5 - unter anderem wieder mit Siodmiak-Treffern (insgesamt fünf) - beim 16:9 für die höchste Führung. Die konsterniert wirkenden Rhein-Neckar-Löwen kamen nur nach der Einwechslung von Slawomir Szmal für Hennig Fritz bereits in der 10. Minute und nach einer Umstellung der Abwehr auf die offensive 5:1-Variante kurzfristig ins Spiel. Der TuS N-Lübbecke hatte jedoch immer die richtige Antwort, wobei Trainer Patrik Liljestrand bewusst wechselte, um Kräfte zu sparen.
Dies war auch nötig, denn nach dem Seitenwechsel waren die Löwen nach drei Gegenstoßtoren plötzlich ins Spiel. Wieder war es Nikola Blazicko, der seinen Vorderleuten mit zwei Paraden gegen Würfe der Rückraumschützen Bielecki und Stefansson half, sich vom 18:16 auf 22:16 zu lösen. Nach dem 23:20 war es der Angriff, der durch Treffer von Michal Jurecki (2), Artur Siodmiak und dem starken Linksaußen Tomasz Tluczynski wieder für einen 27:20-Vorsprung sorgte. "Es zeigt unsere derzeitige Qualität, dass wir uns selbst wieder aus diesen heiklen Situationen befreit haben", stellte Heidmar Felixson nach dem Schlusspfiff freudestrahlend fest.