Lübbecke. Der DSC Arminia Bielefeld und das Orga-Team des FreewayCups in Lübbecke wollen enger zusammenrücken. Als Co-Veranstalter ist der Verein zwar von Beginn an dabei, doch erst bei der 11. Auflage der inoffiziellen Deutschen U16-Meisterschaft im Hallenfußball am 16. und 17. Januar in der Merkur-Arena beziehungsweise Lübbecker Kreissporthalle erfolgt eine Präsentation unter dem Motto "Gemeinsam für den Nachwuchs".
"Wir haben es schon seit Jahren versucht, aber Thomas von Heesen hat nicht erkannt, dass Minden-Lübbecke ein interessantes Gebiet ist. Es ist für Arminia sicherlich kein weißer Fleck, aber es kann mehr passieren. Sonst nehmen sich Werder Bremer, Hannover 96 oder auch der VfL Osnabrück die Zuschauer", erläuterte Turnier-Direktor Heinz-Dieter Holsing, wobei in seinen Worten einiges an Frust mitklang. Von Heesen war von 2001 bis Februar 2007, als sich der FreewayCup immer mehr zum U16-Top-Turnier entwickelte, als Sportdirektor beziehungsweise Trainer bei Arminia Bielefeld tätig.
"Im Sommer des vergangenen Jahres haben wir aber positive Signale aus Bielefeld bekommen. Die Zusammenarbeit ist ein noch in der Entwicklung befindlicher Prozess", erläuterte der zum Lübbecker Orga-Team zählende Udo Redeker. "Beide Seiten haben sich verpflichtet, weiter darüber zu brüten, was gemacht werden kann. In der Kürze der Zeit war nicht alles zu realisieren", ergänzte er und nannte den neuen kaufmännischen DSC-Geschäftsführer Heinz Anders als Gesprächspartner in Sachen Marketing.
"Im Verein hat sich endlich das Personal gefunden, das hinter der Sache steht und das Turnier noch aktiver unterstützen will, um neue Zuschauer und Fans zu gewinnen ", drückte es Peter Krobbach, Gesamtleiter des DSC-Nachwuchszentrums, aus. Er sieht es dabei als wichtig an, dass die Profimannschaft als Identifikationsfaktor eingebunden sein muss.
Für den Anfang wird dies schwierig, da am 18. Januar der Zweitliga-Rückrundenauftakt bei Hansa Rostock ansteht. Eine Autogrammstunde mit einem DSC-Profi ist aber fest zugesagt. Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier wird zudem das Turnier mit eröffnen. Arminias Maskottchen Lohmann wird an beiden Tagen präsent sein und sich auch für Fotos bereit halten. Zudem wurde die große Helferschar zum Besuch eines Bundesligaspiels nach Bielefeld eingeladen.
Die Helferschar stellt der SV Börninghausen. "Wir sind zum 10. Mal dabei", betonte der SVEB-Vorsitzende Frank Wübker. "Beim ersten Mal waren es 30 Leute. Jetzt sind es zum zweiten Mal deutlich mehr als 100, die bei Auf- und Abbau, Ordnungsdienst, Bewirtung und Zeitnahme tätig sind. Das ist eine monumentale logistische Aufgabe für uns. Aber es macht Spaß, und die ersten Dienste werden immer schon bei einem ersten Treffern im September verteilt", erzählte Frank Wübker und zeigte sich dabei "stolz, einen solch leistungsfähigen Verein im Rücken zu haben." Mehr zu tun gibt es auf jeden Fall im VIP-Bereich, der in die gegenüber den alten Räumlichkeiten größere neue Sports-Bar der Merkur-Arena umzieht.
Hingewiesen wurde bereits auf Parkplatz-Probleme, denn parallel zum FreeywayCup steigt am 16. und 17. Januar in der benachbarten Stadthalle ein Energieforum. Deshalb wird ein Park&Ride-Service zwischen dem Industriegebiet und der Sporthalle eingerichtet. "Besonders am Sonntag könnte es eng werden. Da waren wir im vergangenen Jahr restlos ausverkauft", erinnerte sich Heinz-Dieter Holsing - und hätte nichts gegen ein erneut ausverkauftes Haus einzuwenden.