Hamburg (pla). Frank Bohmann, Geschäftsführer der HBL, hatte zuletzt einige aufregende Tage hinter sich. Denn "kick and rush", die bisherige Vermarktungsagentur des Final Four, hat am 7. Januar einen Insolvenzantrag gestellt und ist nicht mehr zahlungsfähig. Neben dem Final Four hatte die Agentur des ehemaligen Fußballprofis Stefan Schnoor auch das All-Star-Game und den Supercup vermarktet. Angeblich soll die Agentur der HBL noch 170.000 Euro schuldig sein. "Zahlen kommentiere ich grundsätzlich nicht, aber die Insolvenz kann ich bestätigen", meinte Frank Bohmann gestern am Rande der Pokal-Auslosung auf Nachfrage.
"Aber ich kann alle beruhigen. Die Insolvenz hat keinerlei Auswirkungen auf das Final Four. Die Werbeflächen-Vermarktung nehmen wir jetzt selbst in die Hand, darin haben wir ja auch Erfahrung. Auch wenn wir ein wenig spät dran sind, wird auch das Final Four 2010 ein tolles Erlebnis und ein wirtschaftlicher Erfolg. Da bin ich mir ganz sicher", so Bohmann weiter.
Die Gesamteinnahmen der zweitägigen Veranstaltung in Hamburg werden am Ende durch fünf geteilt - die vier Vereine und die HBL. "In den vergangenen zwei Jahren sind für jeden Verein ungefähr 150.000 Euro übrig geblieben. Natürlich hoffen wir auch in diesem Jahr auf ähnliche Zahlen für die Teilnehmer. Wir werden jedenfalls in den kommenden Wochen alles dafür tun, um das wieder hinzubekommen", so Bohmann weiter.
Besser sieht es für die Vertragsverlängerung zwischen der HBL und der Lufthansa AG, dem Sponsor des Final Four, aus. "Der Vertrag läuft in diesem Jahr aus, doch wir befinden sind in guten Verhandlungen", konnte Bohmann vermelden. Das bestätigte auch Jürgen Weber, der Aufsichtsratsvorsitzende der Lufthansa AG. "Das Final Four hat sich zu einer der tollsten Sportveranstaltungen in Deutschland entwickelt", so ein stolzer Weber.
"Mit dem Final Four haben wir in Hamburg eine tolle Visitenkarte hinterlegt. Es ist eine lukrative Spaß-Veranstaltung", ergänzte Frank Bohmann, der sich außerdem sehr darüber freute, "mit dem TuS N-Lübbecke einen Neuling in dem Kreis der Teilnehmer begrüßen zu dürfen".