Lübbecke (pla). Alexandros Alvanos scheint in der Handball-Bundesliga ein sehr beliebter Spieler zu sein. Nach seiner schweren Schulterverletzung, die sich der griechische Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke am Dienstagabend in der Begegnung gegen den TBV Lemgo zuzog, hat er unzählige Anrufe und SMS erhalten, in denen ihm alles Gute für seine sportliche Zukunft gewünscht wird.
"Alle Spieler der Rhein-Neckar-Löwen, Manager Thorsten Storm und der gesamte VfL Gummersbach sowie meine griechischen Landsleute aus der Bundesliga haben sich erkundigt, wie es mir geht und gute Besserung gewünscht", freute sich Alvanos. Was ihn ein wenig befremdet, ist dagegen die Tatsache, dass sich Lemgos Linkshänder Holger Glandorf bis gestern noch nicht bei ihm gemeldet hatte.
Dagegen hat Alexandros Alvanos seit gestern Klarheit, wie er in den kommenden Monaten weiter behandelt wird. Am Freitagnachmittag hat er in einer Spezialklinik in Heidelberg einen weiteren Untersuchungstermin. Fest steht inzwischen, dass drei der fünf Bänder an seiner lädierten linken Schulter gerissen sind und die Kapsel ebenfalls beschädigt ist. "Aller Voraussicht nach werde ich am Montag in Heidelberg operiert. Das haben die Ärzte angedeutet, nachdem sie miteinander telefoniert hatten", so Alvanos. Nach der Operation wird er sechs Wochen lang gar nichts machen können, da er die Schulter dann überhaupt nicht bewegen darf.
"Geht alles gut, kann ich dann ganz vorsichtig mit dem Aufbautraining anfangen. In dieser Saison werde ich jedenfalls nicht mehr spielen können. Und auch die beiden Länderspiele im Juni gegen Deutschland werde ich verpassen", weiß Alvanos, der natürlich sehr betrübt über seine Situation ist. "Gerade gegen Deutschland wäre ich gerne dabei gewesen", so Alvanos weiter.
Übrigens ist die Schulterverletzung die erste schwere Blessur, die sich der griechische Profi in seiner Karriere zugezogen. "In den vergangenen sechs Jahren habe ich in Deutschland kein einziges Spiel verpasst. Und nun hat es mich so schwer erwischt", sagt Alvanos, der auf der anderen Seite froh darüber ist, dass die Ärzte ihm bereits bescheinigten, er werde zu seiner alten Leistungsstärke zurückfinden können.
TuS N-Lübbeckes Teammanager Zlatko Feric, der sich auch gestern um die weitere Versorgung des 30-jährigen Griechen kümmerte, betonte noch einmal, wie schwer es werden dürfte, kurzfristig einen Ersatz für Alexis Alvanos zu holen. "Wir werden aber versuchen, was möglich ist", versprach Feric.