HANDBALL: Acht Tore des Kreisläufers zum 28:26-Auswärtssieg des TuS N-Lübbecke bei MT Melsungen
Lübbecke (wib). "Für mich hätte es nicht besser laufen können. Es war ein schöner Abschluss - natürlich auch für die gesamte Mannschaft!" Kreisläufer Oliver Tesch war beim 28:26 (15:11)-Sieg des TuS N-Lübbecke zum Bundesliga-Saisonfinale 2009/10 bei MT Melsungen mit acht Treffern der "Spieler des Tages".
Da neben Artur Siodmiak auch Frank Loke zum Ausklang verletzungsbedingt passen musste, spielte Oliver Tesch von Beginn an und netzte bereits nach 30 Sekunden nach Anspiel von Arne Niemeyer zum 1:0 ein."Wir haben wirklich von Anfang an konzentriert gespielt, denn wir hatten uns fest vorgenommen, den zehnten Tabellenplatz zu sichern und damit für einen versöhnlichen Abschluss zu sorgen", ergänzte der 25-jährige Kreisläufer, der sich mit 55 Treffer aus 31 Saisonspielen nach drei Jahren vom TuS N-Lübbecke verabschiedete - und noch keinen neuen Verein hat.
"Da ich mich beruflich absichern konnte, ist dies nicht ganz so schlimm. Der TuS kann wirklich dankbar sein, einen Hauptsponsor wie die Gauselmann AG zu haben, denn bei anderen Vereinen sieht es nicht so rosig aus", schilderte Oliver Tesch seine Erfahrungen bei der bislang vergeblichen Suche nach einem neuen Verein.
Oliver Tesch eröffnete nicht nur den Start-Ziel-Sieg des TuS N-Lübbecke in der Rothenbach-Halle von Kassel, sondern steuerte auch zwei Treffer bei, als sich die Mannschaft vom 7:6 auf 13:6 erstmals absetzte. Melsungen wechselte den Torwart (Lechte für Kelentric) und holte zum 10:13 auf. TuS-Schlussmann Milos Putera, der ebenso wie Oliver Tesch zu den Matchwinnern zählte, war jedoch bei zwei Möglichkeiten von Melsungens Kreisläufer Felix Danner auf dem Posten. Gleich nach dem Seitenwechsel zog der TuS N-Lübbecke auf 19:11 und 20:12 davon, kam jedoch durch eine Abwehrumstellung des Gastgebers aus dem Rhythmus und musste Melsungen aus 20:17 herankommen lassen. "Wir haben unsere Chance in dieser Phase aber nicht genutzt. Das war eine ganz schlechte Leistung, mit der wir uns in die Sommerpause verabschiedet haben", sagte Melsungens Trainer Ryan Zinglersen zerknirscht und sah im letzten Spiel ein Spiegelbild der gesamten Saison ("wir haben immer wieder viel zu schnell unsere Angriffe abgeschlossen").
Tomasz Tluczynski und Henrik Hansen beendeten in Unterzahl eine neunminütige Torflaute des TuS. "Melsungen hat sich zurück gekämpft, doch hatten wir auf jeden Deckungsvariante des Gegners eine Antwort. Dazu hatten wir in Milos Putera einen hervorragenden Torhüter", betonte TuS-Trainer Patrik Liljestrand. Beim 22:20 hatten die Mannschaft allerdings Glück, dass Melsungens Tzimourtos der gerade gewonnene Ball an den Fuß sprang. Thorir Olafsson erzielte das 23:20, Arne Niemeyer legte zum 24:20 nach. Als nach dem 25:21 durch Oliver Tesch schließlich Tomasz Tluczynski im fünften Versuch den ersten Siebenmeter zum 26:21 verwandelte, waren dem TuS N-Lübbecke endgültig die letzten beiden Saisonpunkte sicher. "Zum Schluss haben wir das Spiel gut kontrolliert. Das war ein schönes Ende der Saison", sprach Trainer Patrik Liljestrand das Schlusswort.