Stemwede-Oppendorf. Die letzte Chance für Voltigierer sich zur altersoffenen Westfälischen Meisterschaft im Juli zu qualifizieren, war jetzt das Turnier des RFV Wehdem-Oppendorf. Gleichzeitig wurde auch schon für die Deutschen Meisterschaft im August in Leipzig gesichtet. Dementsprechend hochkarätig fiel das Starterfeld aus. Tickets für die Meisterschaft anlässlich der Westfalen-Woche in Münster-Handorf wollten mit dem RFV Wehdem-Oppendorf, der RVG Bad Oeynhausen und dem RV Herzog Wittekind Oberbauerschaft auch drei Vereine aus der Region lösen.
Im Wettbewerb der Gruppen der Klasse S machte die Mannschaft Hollen 1 deutlich, dass sie in einer anderen Liga voltigiert. Mit einer Pflichtendnote von über 7,0 sorgten die Voltigierer aus dem Kreis Gütersloh für ordentlich Abstand zu den anderen Teams, die Noten von rund 6,0 bis 6,3 erreichten. Daran änderte sich auch in der Kür nichts. Zur Filmmusik von Dirty Dancing ließen die Hollener das Publikum in die 1980er Jahre eintauchen. Sogar die aus dem Film bekannte Hebefigur war in der äußerst schweren, aber dennoch harmonisch und sicher geturnten Kür enthalten. Die amtierenden Westfalenmeister, die Gruppe vom TPZ Peiler Hamm, kam mit einem neuen Pferd auf Rang zwei vor dem RFV von Nagel Herbern.
Die Wehdem-Oppendorfer Voltigierer erreichten Rang fünf.
"Wir haben beim Start das Bestmögliche herausgeholt", ist Trainerin Antje Döhnert zufrieden. "Unser Pferd Rasputhin war verletzt. Da haben wir nicht wie gewohnt trainiert." Vor heimischer Kulisse hat sie bei ihrer Mannschaft, in der sie viel Potenzial sieht, außerdem eine größere Anspannung als sonst festgestellt. "Und durch den verlorenen Schuh in der Kür haben dann Pferd und Voltigierer die Konzentration verloren", erläutert die Trainerin. Zugelassen zur Westfälischen Meisterschaft werden bis zu zwölf Mannschaften, und zwar die Kadergruppen sowie weitere Gruppen aufgrund der Ergebnisse der Sichtungsprüfungen. "Wir waren auf der ersten Qualifikation in Rhede Dritter und nun Fünfter. Das sollte klappen", ist Antje Döhnert zuversichtlich.
Im Einzelvoltigieren der Klasse S wurde Eva Rotert (RFV von Nagel Hebern) auf Gold-Feuer an der Longe von Theo Hölscher ihrer Favoritenrolle gerecht. Die amtierende Westfalenmeisterin siegte vor Lars Röttgen (RFV Büren) und Christoph Hassenberg (VRZ Schöppingen). Die beiden Oppendorfer Voltigierer der Klasse S, Andreas Hollweg und Eileen Siekmeier landeten auf Chameur an der Longe von Silke Steinkuhle in dem hochklassigen Feld auf Rang acht und neun.In der Qualifikation zum Westfalen-Pokal landete als heimisches Team Bad Oeynhausen 1 auf Rang drei. Die Mannschaft mit Martina Lachtrup an der Longe hatte schon auf der ersten Sichtung in Rhede einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Da zum Wettkampf um den Westfalen-Pokal die sechs Voltigiergruppen mit den höchsten Wertnoten aus den Qualifikationen zugelassen sind, dürfte sich auch der RV Herzog Wittekind Oberbauerschaft III qualifiziert haben. Das Team mit Longenführerin Karina Busch und dem Pferd Daphne war bei der ersten Qualifikation zwar nicht am Start, erreichte jetzt in Oppendorf aber eine Wertnote von 6,256.
Für die Oppendorfer Voltigierer steht jetzt am kommenden Wochenende mit den Westfälischen Juniormeisterschaften in Brakel schon gleich das nächste wichtige Turnier an. Qualifiziert sind das Juniorteam sowie die Einzelvoltigierer Eileen Siekmeier, Simona Brune und Nathalie Döhnert. "Wenn es gut läuft, hoffen wir auf das Finale", sagt Antje Döhnert.
Die Ergebnisse
Gruppenvoltigieren Kl. S: 1. LRFV Hollen I (Simone Drewell) auf Diabolus - 7,704; 2. TPZ Peiler Hamm I (Heinz Peiler) auf Don’t touch - 7,136; 3. RFV von Nagel Herbern I (Theo Hölscher) auf Helna K - 6,609
Gruppenvoltigieren Kl. M (Qualifikation Westfalen-Pokal): 1. VV Metelen I (Kerstin Bock) auf Wizzard - 6,928; 2. RV Rhede 1 (Marc Peveling) auf Larengo - 6,652; 3. VG Bad Oeynhausen I (Martina Lachtrup) auf Picasso - 6,458
Gruppenvoltigieren Kl. M: 1. RFV Wehdem-Oppendorf II (Mandy Theler-Brettholle) auf Pino Grigio - 5,385; 2. RV Pr. Ströhen II (Karen Klampermeier) auf Corofino - 5,298
Gruppenvoltigieren Kl. L: 1. RV Altena II (Claudia Döller-Ossenberg-Engels) auf Dream Dancer - 5,328
Gruppenvoltigieren Kl. A: RV Voxtrup III (Britta Bartholomäus) auf Pepino Peach - 5,239
Doppelvoltigieren: 1. Caroline Klein und Franziska Lemp (RFV Ravensberg) auf Polan - 6,673; 2. Joana Ossenberg-Engels und Lena Catherine Höfer (RV Altena) auf Dragoner - 6,473; 3. Christin Meyer zu Drewer und Simona Brune (RFV Wehdem-Oppendorf) auf Chameur - 6,026
Gruppenvoltigieren Galopp-Schritt: 1. RFV Wehdem-Oppendorf 6 (Manuela Wittenbrink) auf Obelix - 5,553; 2. RV Lembruch 3 (Tatjana Borkenhagen) auf Sandor - 5,017; 3. VG Bad Oeynhausen (Maren Stolze) auf Herr Pferd - 4,730
Gruppenvoltigieren Schritt-Schritt: 1. RV Lembruch 2 (Tatjana Borkenhagen) auf Sandor - 5,104; 2. VG Bad Oeynhausen (Svenja Karl) auf Insider Henry - 4,972; 3. RFV Wehdem-Oppendorf 5 (Michaela Fliege) auf Obelix - 4,613
Einzelvoltigieren Kl. M (Qualifikation): 1. Alina Schreiber (TPZ Peiler Hamm) auf Letitia - 6,802; 2. Pia-Mariann Sondermann (VV Metelen) auf Wizzard - 6,623; 3. Christin Meyer zu Drewer (RFV Wehdem-Oppendorf) auf Chameur - 6,504
Einzelvoltigieren Kl. S (Qualifikation): 1. Eva Rotert (RFV von Nagel Herbern) auf Gold-Feuer - 7,636; 2. Lars Röttgen (RFV Büren) auf Ravenna - 7,449; 3. Christoph Hassenberg (VRZ Schöppingen) auf Welle - 7,328
Einzelvoltigieren Kl. M: 1. Nathalie Döhnert (RFV Wehdem-Oppendorf) auf Chameur - 6,732; 2. Joana Ossenberg-Engels (RV Altena) auf Dragoner - 6,341; 3. Nils Dahlmeier (RFV Bad Salzuflen) auf Elvis - 6,072
Einzelvoltigieren Technikprogramm: 1. Lisa-Christine Freund (TPZ Peiler Hamm) auf Letitia - 7,473; 2. Eva Rotert (RFV von Nagel Herbern) auf Gold-Feuer - 7,410; 3. Janina Knipp (ZRFV Hollekusse) auf Dobis - 6,803.